SMM

 


6. Runde in der 1. Liga West – ein rabenschwarzer Tag!

SKKB 1 unterliegt Thun 1 deutlich mit 1.5 : 6.5

 

Als Tabellenführer mit 9 Punkten konnten wir im Gegensatz zu unseren Gästen aus Thun, die sich mit derzeit 4 Zählern mitten im Abstiegskampf befinden, beruhigt in die 6. und vorletzte Runde starten. Ganz sorglos ging es im Vorfeld allerdings doch nicht, so hatten wir einige krankheitsbedingten sowie ferienbedingte Ausfälle zu beklagen. An dieser Stelle gute Genesung respektive erholsame Ferien.

So setzten wir uns als „Aussenseiter“, jedoch nicht chancenlos, guten Mutes an die Bretter. Schliesslich gelang uns in der letzten Saison bei ähnlicher ELO-Konstellation (SKKB Ø 2019; Thun Ø 2070) ein 4.5:3.5 Sieg in Thun. Doch es sollte anders kommen . . .

Michael Weber, der als Stellvertreter für den stellvertretenden Mannschaftsleiter einsprang, schoss den grössten Bock. Gut aus der Eröffnung gekommen unterlief ihm gegen Martin Roth eine kleine Ungenauigkeit im 21. Zug und stand etwas schlechter. Nur drei Züge später ein klassischer Blackout mit Dameneinsteller und wir waren schon früh mit 0:1 im Rückstand.

In einer scharfen Eröffnung tauschte Miralem Novalic schon früh die Damen und blieb mit einem Minisbauern gegen FM Martijn Engelberts zurück. Weiteres Material wurde getauscht und es kam zu einem Endspiel Turm/Springer/6 Bauern gegen Turm/Läufer/7 Bauern, welches sich immer mehr zum Vorteil des Gastes entwickelte. Miralem stand sich abschliessend mit Turm gegen 4 Bauern gegenüber. Dazu kam noch ein schlechter gegen einen guten König. Die Bauernumwandlung war nicht mehr zu verhindern und Thun lag nun schon mit 0:2 in Front.

Auch Christof Bühler stand heute mit dem falschen Bein auf. Er stand zwar immer etwas gedrückt jedoch nicht schlechter, zumindest so lange nicht bis Ramon Stucki einen Bauern auf f5 und dann sogar auf f6 nach vorne preschte. Das Matt war nicht mehr abzuwenden. 0:3.

Martin Clausen hatte es mit Bernhard Meyer zu tun, welcher bisher mit 4 aus 4 eine reine Weste vorzuweisen hatte. Diese kann er auch nach dem heutigen Tag anbehalten, um das Resultat vorwegzunehmen. Die Partie schien relativ ausgeglichen. Aber nach dem Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer bekam weiss immer mehr die Oberhand und enormen Druck auf den schwarzen Monarchen. Martin konnte zunächst noch mit einem Bauernopfer die Mattdrohungen von Bernhard verhindern, doch die gute Positionierung der weissen Steine sorgte bald darauf für den Untergang. 0:4.

Mit einer äusserst unorthodoxen Eröffnung hatte es man am achten Brett zu tun – gespielt jedoch nicht von Gabriel Hefti sondern von seinem Widersacher Martin Bien. Dieser konnte dabei zwar einen Plusbauern sein Eigen nennen, jedoch zu Lasten von Löchern in der Stellung, Entwicklungsrückstand und etwa acht Damenzügen allein in den ersten 15 Zügen. Diese Hypothek erwies sich schliesslich als zu gross. Gabriel gewann den Bauern mit Zins in Form einer Qualität (Springer gegen Turm) zurück und entschied die Partie gegen Thomas souverän für sich. 1:4

Peter Tuors Partie gegen Kaspar Stucki bewegte sich eigentlich immer in Remisbreite. Er bot dies auch mehrmals an, stiess jedoch auf „taube“ Ohren. Der Kontrahent wollte unbedingt gewinnen und versuchte alles Mögliche, bis es ihm schliesslich doch gelang, eine Taktik auszupacken und einen Bauern einzuverleiben. Peter wehrte sich mit Händen und Füssen gegen Kaspar, musste jedoch bald eingestehen, dass die Felle davongeschwommen sind. 1:5.

Rudolf Gautschi kam gegen Hugo Kalbermatter nie so richtig ins Spiel. Immer etwas gedrückt, eingeklemmt, unbeweglich, nicht rochiert. Der eingefangene Minusbauer war nicht mehr wettzumachen. Und als das Endspiel Turm gegen Turm/1 Bauer auf dem Brett war, hatte Rudolf keine Chance mehr. Hugo erreichte die sogenannte „Lucena-Stellung“ (eine typische Gewinnstellung) und spielte diese sauber zum Sieg. 1:6.

Peter Zimmermann war stets aktiver, kämpfe wie ein Löwe und konnte sich auch Vorteile gegen Simon Künzli erlangen. Endlich, einen Bauern gewonnen und ein Freibauer gebildet. Aber dass dies in einem Damenendspiel nicht immer einfach zu verwerten ist, musste er heute am eigenen Leib erfahren. Auch bedingt durch die knappe Zeit übersah Peter den Gewinnzug und Simon konnte sich ein Remis gutschreiben lassen. 1.5:6.5.

Ja, ein rabenschwarzer Tag ging mit 1.5:6.5 zu Ende . . . zugleich auch die höchste erlittene Niederlage in der 1. Liga. Aber lieber einmal sang- und klanglos untergehen, als fünf Mal knapp verlieren.

 

6.Runde

 

 SKKB 1

Ø 2002

 

 

Thun 1

Ø 2067

1.5:6.5

Brett 1

W

Zimmermann Peter

2255

-

S

Künzli Simon

2043

= =

Brett 2

S

Clausen Martin

2176

-

W

Meyer Bernhard

2188

0 - 1

Brett 3

W

Novalic Miralem

2039

-

S

FM Engelberts Martijn (ML)

2297

0 - 1

Brett 4

S

Gautschi Rudolf

1970

-

W

Kalbermatter Hugo

2141

0 - 1

Brett 5

W

Weber Michael (ML)

1903

-

S

Roth Martin

1995

0 - 1

Brett 6

S

Bühler Christof

1930

-

W

Stucki Ramon

2058

0 - 1

Brett 7

W

Tuor Peter

1777

-

S

Stucki Kaspar

1912

0 - 1

Brett 8

S

Hefti Gabriel

1966

-

W

Bien Thomas

1900

1 - 0

 


SMM 5. Runde vom 24. Juni 2017 (1. Liga)

SK Köniz Bubenberg I            -             Sion I             4 : 4

Brett SK Köniz-Bubenberg I   Grand Echiquier Resultat
1 Martin Clausen (w) - Jean-Yves Riand (Elo 2009) 1 - 0
2 Miralem Novalic (s) - Yves Roduit (1950) 1/2 - 1/2
3 Peter Zimmermann (w) - Yann Bourban (1919) 1 - 0
4 Denis Dutoit (s) - Jean-Michel Paladini (2046) 0 - 1
5 Ruedi Gautschi (w) - Pierre-Marie Rappaz (2056) 0 - 1
6 Michael Weber (s) - David Philippoz (2088) 1/2 - 1/2
7 Gabriel Hefti (w) - Simon Morand (2041) 0 - 1
8 Hans Held (s) - Cédric Philippoz (1984) FF 1 - 0

Ich musste kurzfristig als Mannschaftsführer amtieren. Aufgrund der Aufstellung unseres Gegners waren wir klare Aussenseiter. Der Start glückte uns ausgezeichnet. Mein Gegner verpasste den Zug und musste forfait erklären. Somit stand es bereits 1: 0. Dann erreichte Miralem ein Unentschieden gegen einen ebenbürtigen Gegner.

Nach drei Stunden musste Denis gegen seinen übermächtigen Gegner die Segel streichen. Etwas später konnte Peter dank hervorragendem Spiel seine Partie souverän ins Trockene bringen. Fast gleichzeitig musste Gabriel trotz gutem Spiel wegen einem Versehen klein beigeben.

Martin Clausen stand ziemlich unter Druck. Aber mit seiner hervorragenden Defensivleistung ohne schwache Züge konnte er sein Spiel erfolgreich zum Punktegewinn nach Hause bringen. Nach vier Stunden stand es nun 3.5 zu 2.5 und zwei Partien waren immer noch offen.

Wenn man Michael kennt, weiss man, dass er sehr schwer zu schlagen ist. Das bekam auch sein Gegner zu spüren. Das vierte Remisangebot musste schliesslich der ELO-stärkste Spieler von Sion annehmen. Somit war nur noch Ruedi am Spielen. Alle dachten, seine Partie würde remis enden, dann wäre der sensationelle Sieg Tatsache geworden. Aber leider war dem nicht so. Sein Gegner fand die richtigen Züge zum nicht mehr erwarteten Sieg.

Somit durften wir mit erhobenem Haupt das 4 : 4 akzeptieren. Auch wenn ich lange ausharren musste, war der ungewisse Ausgang des Matches schlussendlich erfreulich. Herzliche Gratulation der ganzen Mannschaft!

Hans Held

 

SMM 2. Runde vom 8. April 2017 (1. Liga)

SK Köniz Bubenberg I            -             Echallens II               5 : 3

Brett SK Köniz-Bubenberg I   Grand Echiquier Resultat
1 Miralem Novalic (w) - Manuel Lopez 1/2 - 1/2
2 Peter Zimmermann (s) - Sylvain Carré 1/2 - 1/2
3 Markus Riesen (w) - Loic Cordey 1 - 0
4 Martin Clausen (s) - Cédric Grillon 0 - 1
5 Ruedi Gautschi (w) - Steve Monthoux 1 - 0
6 Hans Vermin (s) - Daniel Stroppa 1/2 - 1/2
7 Edi Freiburghaus (w) - Nicolas Perréard 1/2 - 1/2
8 Gabriel Hefti (s) - Julien Lesniak 1 - 0

Mit dem zweiten Heimsieg in Folge haben wir einen super Saisonstart erwischt und führen die Rangliste nach ebensovielen Runden sogar an! Damit haben wir bereits früh in der Saison einen grossen Schritt in Richtung Ligaerhalt geleistet.

Durch eine beidseitig - teilweise auch durch die Farbwahl bedingte - leichte taktische Brettzuteilung ergaben sich interessante, teilweise ungleiche Begegnungen. Über die gesamte Spieldauer hatte ich den Eindruck, dass wir einen mannschaftlich geschlossenen Auftritt hinlegten und es bei Bedarf noch Luft nach oben gehabt hätte. Miralem steuerte am 1. Brett zum Auftakt ein müheloses Sicherheits-Remis bei. Edi hatte stets eine vorteilhafte Stellung, die erst im Leichtfigurenendspiel nicht mehr so toll aussah, so dass das Remis ein gerechtes und für die Mannschaft wertvolles Ergebnis war. O-Ton Edi: "Im (vermeintlichen?!) Interesse der Mannschaft habe ich wohl etwas zu vorsichtig gespielt, aber ich wollte unbedingt mindestens einen halben Punkt beitragen. Tatsächlich hätte ich dann in der Partie mindestens zwei Mal eine klare Gewinnstellung erreichen können, das erste Mal bereits nach vier Zügen (1 e4 e5 2 Sf3 Sc6 3 Lb5 Lc5 4 c3 d6? und nun nicht 5 0-0, sondern d4!), aber wer erwartet das schon gegen einen Gegner mit mehr als 1900 ELO, das zweite Mal im 40. Zug mit einer Abtauschaktion und Übergang in ein gewonnenes Endspiel mit je fünf Bauern (und einem Minoritätsangriff am Königsflügel). Leider hatte ich diesen Abtausch (immerhin in Zeitnot) nicht einmal in Erwägung gezogen." 

Als kleine Sensation darf das Remis von Hans gegen einen Gegner mit über 2200 ELO bezeichnet werden, insbesondere wenn mann bedenkt, dass Hans über die ganze Partie dominierte. Einen schönen Sieg feierte einmal mehr Ruedi. In einem Königsfianchetto mit Weiss offerierte er Remis, nachdem sein Gegner (ELO 2051) mehrheitlich die gleichen Züge mit Schwarz nachgeahmt hatte. Der Gegner lehnte kaltschnäuzig ab, was Ruedi danach mit einem Sturm mit sämtlichem Figurenmaterial auf den gegnerischen König, trotzig beantwortete. Ruedi setzte dann ebenso kaltschnäuzig Matt, wie der Gegner das Remis abgelehnt hatte. Peter geriet mit Schwarz in eine unangenehme Variante und musste die ganze Partie über verteidigen. Der Computer gibt über 30 Züge lang zwischen +0.5 und +1 für den Gegner an, auch in der Schlussstellung. Weniger gut lief es diesmal Martin: "Mein Gegner überraschte mich mit einem schwachen Wolga-Aufbau (1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 b5 4.f3). Zwar fand ich eine schöne Widerlegung, verbrauchte dazu aber viel zu viel Zeit. Der Rest ist schnell erzählt: eine bessere Stellung, kaum Zeit auf dem Wecker, mein erster Fehler, eine schlechtere Stellung, kompliziertes Gemetzel mit beidseitigen Fehlern, mein letzter Fehler, ein genialer Rettungszug meines Gegners, Aufgabe. Völlig zurecht übrigens: Denn ein vernünftiges Zeitmanagement gehört auch zum Schachspiel." 

Zum Abschluss des Match-Berichts sind noch 2 Gewinnpartien offen. Diejenige von Gabriel befindet sich im Forum unter Partien und wird dort ausführlich vom Sieger selbst kommentiert. Meine eigene Partie startete wenig verheissungsvoll: Eh ich mir gewahr wurde, hatte ich die weissen Steine führend 1.d4 d6 2. c4 e5 gespielt, was mich total ärgerte. Danach musste ich fast 15 Minuten investieren um mich zu fokussieren, und liess dann - analog zu Ruedi's Partie auch ein wenig trotzig - 3. d:e5 d:e5 4. D:d8+ K:d8 5. g3 (out of book) folgen. In der Folge spielte ich präziser als mein Gegner und erhielt die Oberhand. Als Farbtupfer in dieser trockenen Partie erfreute mich mein Königsturm, den ich mit dem Manöver h4 - h5 - Th4 - Tg4 zwischen meiner und der gegnerischen Bauernkette installierte. Ich erkannte, dass der Turm in dieser exponierten Lage trotz je 7 Bauern und je 3 Leichtfiguren unangreifbar war. Von diesem Feld aus befragte er die gegnerische Schwäche g7 und verhinderte damit jegliches schwarze Gegenspiel via das Feld c5 (Verpflichtung Se6 und Lf8), erschwerte die gegnerische Turmentwicklung und bestrich im offensiven Sinn die gesamte 4. Reihe. Zudem hatte der Turm jederzeit das Feld c4 für das Eingreifen am Damenflügel zur Verfügung. In Verluststellung vergeigte mein Gegner im 33. Zug noch eine Qualität und beschleunigte so das Ende der Partie.

Markus Riesen

Die Gewinnpartie von Gabriel gegen Julien Lesniak befindet sich im Forum unter Partien.

 

SMM 1. Runde vom 18. März 2017 (1. Liga)

AUFTAKTSIEG IN DER ERSTEN LIGA GEGEN GRAND ECHIQUIER

SK Köniz Bubenberg I               -            Grand Echiquier                 5.5 - 2.5

Brett SK Köniz-Bubenberg I   Grand Echiquier Resultat
1 Peter Zimmermann (w) - Alexandre Dimitriades (Elo 2102) 1 - 0
2 Markus Riesen (s) - Jean-Daniel Cochet (2058) 0 - 1
3 Martin Clausen (w) - Jonathan Monteverde (2056) 1 - 0
4 Miralem Novalic - Aleksey Khanabiev (2018) 1/2 - 1/2
5 Denis Dutoit - Xavier Laurella (2013) 1/2 - 1/2
6 Rudolf Gautschi - Denis Chauvin (1951) 1/2 - 1/2
7 Gabriel Hefti - Blaise Ruchat (1813) 1 - 0
8 Felix Spahr -   FF 1 - 0

Das Match gegen Grand Echiquier fand nur an sieben Brettern statt. Die Lausanner reisten mit sieben Spielern an, wie sie bereits unter der Woche avisiert hatten.

Peter Zimmermann konfrontierte seinen Gegner am ersten Brett mit einem von Adolf Albin vor hundertzwanzig Jahren erstmals erprobten Bauernopfer gegen den Franzosen und konnte die Partie überzeugend für sich entscheiden.

Am zweiten Brett vermochten unsere Gegner schon früh ihren Forfait-Rückstand auszugleichen. Bei Markus Riesen schlug nämlich schon nach wenigen Zügen ein Läufer auf f7 ein. Sein König ging zwar nicht matt, aber die Partie war trotzdem verloren.

Am dritten Brett erlebten wir scharfes Gambitspiel. In einem Franzosen und mit zwischenzeitlich zwei Minusbauern war Martin Clausen trotzdem gemäss Maschine nie im Nachteil. Der Versuch seines Gegners, durch Rückgabe eines Bauern den Druck auf seinen im Zentrum verbliebenen König zu minimieren, schlug fehl. Danach stand er - immer noch mit einem Bauern weniger - im höheren Sinne schon fast auf Gewinn. Doch die Stellung blieb kompliziert und explosiv, was sich auf beiden Seiten auch im Zeitverbrauch bemerkbar machte. In beidseitiger Zeitnot verlor Martins Gegner den Faden und kurz darauf einen Turm. Zwei Züge vor dem Matt gab sein Gegner auf.

Miralem Novalic stand nach der Eröffnung – geschlossener Sizilianer – ausgeglichen. Im Mittelspiel inszenierte sein Gegner einen Angriff am Königsflügel. Miralem entschärfte den Angriff mit einem Qualitätsopfer und stand danach dank eines zentralisierten Gauls sogar etwas besser. Die Partie am vierten Brett endete mit einem korrekten Remis.

Denis Dutoit fasst seine Partie am fünften Brett wie folgt zusammen: "Kein Spektakel – nach zwanzig Zügen hat Schwarz leicht bessere Stellung, Weiss dafür vierzig Minuten mehr auf der Uhr – Mannschaft war gut im Kurs – deshalb Friedensschluss. Effiziente Faulheit!"

Nach einer slawischen Eröffnung und nach dem Damentausch war die Stellung von Rudolf Gautschi am sechsten Brett lange ausgeglichen. Unser Ostschweizer mit Könizer Wurzeln konnte jedoch mit zwei Türmen Druck auf den gegnerischen König aufbauen, aber es reichte dennoch nur zum Remis. Dieses Remis sicherte uns den Sieg.

In einem Alapin-Sizilianer bekam Gabriel Heftis Gegner am siebten Brett rasch eine schlechte Stellung. Im Turmendspiel konnte Gabriel sein doppeltes Bauernplus nach fünf Stunden Spielzeit verwerten.

Der Auftakt in unsere zweite Erstligasaison ist gelungen: fünfeinhalb zu zweieinhalb gewonnen!

Gabriel Hefti

Die Partie G.Hefti - B.Ruchat befindet sich auf Mitglied\Forum\Partien.

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Wir haben zwar 6:2 verloren gegen Payerne, aber das Resultat täuscht. Christof, Markus und Mirallem standen lange sehr gut und ein 4:4 wäre sicher drin gelegen (Zarri - Riesen 1:0, T. Stijve - Novalic 1:0, L. Stoeri - Hefti ½:½, Golay - Gautschi 0:1, Hofmann - Rimann 1:0, Schneuwly - Bühler 1:0, Mégret - Koller 1:0, L. Overney - Münch ½:½).

Die Rangliste sieht jetzt so aus:

1. Amateurs 10 (30½).

2. Köniz-Bubenberg 8 (31½).

3. Thun 8 (31).

4. Payerne 8 (30).

5. Echallens II 7 (22½).

6. Genf II 5 (19½).

7. Neuenburg II 2.

8. Schwarz-Weiss III 0

 

Die Paarungen von übernächstem Samstag lauten:

Neuenburg II - Amateurs

Echallens II - Köniz-Bubenberg

Thun - Payerne

Genf II - Schwarz-Weiss III

 

FAZIT: Wir haben immer noch beste Aussichten es ins Aufstiegsspiel zu schaffen. Bisher zugesagt haben für das Auswärtsspiel vom 10. September in Echallens:  

 

HOHER SIEG GEGEN NEUCHATEL

 

In der fünften Runde der SMM konnte die erste Mannschaft erneut hoch gewinnen. Die Abstiegssorgen sind wir nun schon zwei Runden vor Saisonende los. In der sechsten Runde spielen wir in Payerne und in der letzten empfangen wir Echallens.








Köniz-Bubenberg 1 (2010)

-

Neuchâtel 2 (1894)

7

:

1

 

Lukas Rosenkranz (2185)

-

Jérôme Holveck (1952)

1

:

0

 

Martin Clausen (2181)

-

Jean-Luc Abbet (1986)

1

:

0

 

Markus Riesen (2027)

-

Eyad Abou-Allam (1870)

1

:

0

 

Miralem Novalic (1948)

-

Loïc Devanthéry (1881)

1

:

0

 

Denis Dutoit (1965)

-

René Galerne (1834)

½

:

½

 

Rudolf Gautschi (1974)

-

Abderrahim Berrada (1921)

½

:

½

 

Gabriel Hefti (1876)

-

Patrick Hasler (1817)

1

:

0

 

Christof Bühler (1923)

-

N.N.

1

:

0

FF

 

 

 

 

 

 

 

Rangliste





1.

Köniz-Bubenberg 1

8

29½

2.

Amateurs 1

8

25

3.

Echallens 2

7

20

4.

Thun 1

6

24½

5.

Payerne 1

6

24

6.

Genève 2

3

13½

7.

Neuchâtel 2

2

12½

8.

Schwarz-Weiss Bern 3

0

11

 

 

 

 

Nach fünfzehntens Läufer ffünf spielte Lukas Bauer gvier und Dreiundzwanzigstens Läufer von edrei nach dvier bestraft Miralem

errang darauf entscheidenden Vorteil. überzeugend mit Springer fvier.

 

Die vollständigen Partien von Martin und mir findest Du im Forum.

 

Gabriel Hefti am zwölften Juli Zweitausendsechzehn.

Kalbermatter - Riesen ½:½, Häberli - Novalic 0:1, Urwyler - Zimmermann 0:1, Holzgrewe - Clausen 0:1, Jorns - Dutoit 0:1, Miccolis - Gautschi 0:1, Weber 0:1 f., Hefti 0:1 f

 

Erste Liga West vierte Runde vom 11. Juni 2016

 

Christof Bühler, der Sieger des Meielisalpopen 2016 (http://chess-results.com/tnr225684.aspx?lan=0&art=4&wi=821) war krank und stand uns nicht zur Verfügung und Lukas Rosenkranz, unser zuverlässigster Punktebringer war in der Hauptstadt des stärksten Nichtemteilnehmers (oder Emnichteilnehmers). Trotz dieser gewichtigen Absenzen haben wir einen Schritt getan. Unser Saisonziel, der Klassenerhalt, rückt ein wenig näher. Wir haben das mit nur sechs Spielern angetretene Erstligateam von Schwarz-Weiss Bern hoch geschlagen:

 

Schwarz-Weiss Bern – Köniz Bubenberg 0,5 : 7.5

 

Kalbermatter (2149) - Riesen (2019) ½:½

Häberli (1913) - Novalic (1937) 0:1

Urwyler (1698)- Zimmermann (2243) 0:1

Holzgrewe (1974) - Clausen 0:1

Jorns - Dutoit (1955) 0:1

Miccolis (1696) - Gautschi (1961) 0:1

Weber 0:1 f.

Hefti 0:1 f

 

Rangliste der Erstligawestgruppe nach vier Runden

 

1. Echallens II 7 (18½)

2. Köniz-Bubenberg 6 (22½)

3. Amateurs 6 (20)

4. Payerne 4 (18½)

5. Thun 4 (18)

6. Genf II 3 (10½)

7. Neuenburg II 2 (11½)

8. Schwarz-Weiss III 0 (8½)

In der fünften Runde vom fünfundzwanzigsten Juni spielen wir zuhause gegen Neuenburg.

 

 

 

 

 

Am ersten Brett zeigte Markus mit den schwarzen Steinen einmal mehr seine Qualitäten als Verteidiger gegen starke Gegnerschaft. Als sein Gegner beim Stand von vier zu null für uns remis anbot, stand Markus eher besser.

 

Am zweiten Brett erreichte Miralem, der frischgebackene Sieger des Rössliblitz 2016 (http://www.schachfreundethun.ch/blitz.html) mit den weissen Steinen nach seiner Rochade im fünfzehnten Zug folgende Stellung:

 

 

In schon leicht schlechterer Stellung spielte sein Gegner hier 15…♖f7, worauf Miralem rasch gewann. 16.xe4 d8 17.xd6 xd6 18.g3 h3 19.fe1 fxg3 20.hxg3 c6 21.h2 e6 22.g2 d7 23.f4 f7 24.a3 e7 25.b4 ad8 26.b5 c7 27.xd6 1–0

 

Peter am dritten Brett erreichte gegen seinen jugendlichen Gegner ein Endspiel in dem seine Dame und sein Turm aktiver standen, was er geschickt auszunuten vermochte.

 

Martin gab am vierten Brett sein Comeback. Er stand schon früh besser, verhinderte jedes Gegenspiel und gewann überzeugend. Zu dieser bemerkenswerten Partie hat er einen separaten und wie immer amüsanten Bericht verfasst.

 

Denis, die Schachlegende aus Rothrist, zog im zwanzigsten Zug am fünften Brett seinen Springer nach cvier.

 

 

Beni Jorns hätte mir Springer dvier noch zähen Widerstand leisten können, spielte aber 21.xc4 xc4 22.a4 c2 23.c1 xd2 24.a2 d3 25.a3 b3 0–1

 

 

 

 

 

Am sechsten Brett spielte Ruedi 13.b3

 

 

Mit 13…♕d4 drohte sein Gegner matt, wie Markus Klauser in der post mortem Analyse launig und treffend bemerkte, aber nach Ruedis genialischem Abzüger 14.g5+ gab sein Gegner sofort auf.

 

Gabriel Hefti am 12. Juni 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

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NIEDERLAGE GEGEN AMATEURS

 

Zimmermann(2247)-Bouilloux(1808)0:1

De Seroux (2148)-Rosenkranz (2185) 0: 1

Riesen (2027)-Durand (1736) ½:½

Graells (2146) - Novalic (1948) ½:½

Jaggi (1912) - Hortas (2232) 0:1

Fröschl (2097) - Bühler (1923) 1: 0

Vermin (1927) - Szorc (1930) 0:1

Guillaume (1787) - Hefti (1876) ½:½

 

Richard Forster hat kürzlich in der neuen Zürcher Zeitung so ungefähr gemutmasst, im Schach gebe es kein Pech, sondern nur Glück. Verliere man eine gewonnene Partie durch einen Patzer, sei dies kein Pech, weil man ja den Patzer selbst begangen habe. Gewinne man aber eine verlorene Partie durch das entsprechende Missgeschick eines Gegners, dann sei dies allerdings Glück, da man ja dafür nichts habe machen müssen. Obwohl dieser Gedanke bisher kaum Eingang in die Köpfe der Schachspieler gefunden hat, dünkt er mich einleuchtend. So war denn unsere Niederlage in der dritten Runde der Erstligawestgruppe kein Pech, unser Sieg gegen Thun in der vorhergehenden Runde dafür glücklich. Trotzdem, es lief Manches nicht für uns gegen Genève Amateurs. Bis um halb sechs sah es eher nach einem Sieg für uns aus, am Ende resultierte aber eine 2,5:5,5 Niederlage. Der aus taktischen Gründen am ersten Brett eingesetzte Genfer vermochte den um mehrere hundert Führungspunkte stärkeren Peter Zimmermann in einer Partie zu besiegen, in der er den Grossteil der Partie auf Verlust stand und in der er zuletzt die Aufgabe von Peter nicht verstand, bis der ihn auf ein nur unter Materialhingabe abzuwendendes zweizügiges Matt hinwies. Lukas spielte die Eröffnung sehr schnell, seine starke Gegnerin nicht, obwohl sich die Partie bis zum siebzehnten Zug in relativ üblicher Theorie bewegte. Sie hatte dafür fast eine Stunde verbraucht, Lukas drei Minuten. Mit wenig Zeit beging seine Gegnerin danach einen leichten Fehler, wonach sie in fünf Zügen zwingend einen Bauern verlor, bald darauf - weniger zwingend - den nächsten, wonach es natürlich hoffnungslos für sie wurde. Markus Riesen ärgerte sich im Nachhinein ein wenig darüber, dass er nicht gewusst hatte, dass sein Gegener – der bisher noch nicht eingesetzt worden war - dreihundert Führungspunkte schwächer war. Er hätte sonst noch ein wenig mehr versucht. Miralem Novalic hatte seinen starken Gegner souverän im Ggriff. Rolf Jaggi stand lange sehr gut, tauschte aber ungünstig die Damen und verlor schliesslich ein Springerendspiel mit einem Bauern weniger. Christoph Bühler geriet nach der Eröffnung in Rücklage und konnte diese für einmal nicht mehr beheben. Hans Vermin stand lange auf Gewinn. Als sein Gegner die Züge nicht mehr aufschrieb und dies trotz Aufforderung von ihm weiter so handhabte, danach einfach Hans Formular ergriff und auf die Bedenkzeit von Hans die Züge nachtrug, regte sich Hans auf, verlor total den Faden und auch noch die Partie. So verloren wir ein Match, in dem lange ein dritter Sieg möglich schien. In meiner Partie am letzten Brett gegen Guillaume entstand nach dem zehnten Zug von Guillaume als Weissem - der grossen Rochade – folgende Stellung.

 

 

Ich habe einen gesunden Bauern mehr, bin zwar in der Entwicklung ein wenig zurück geblieben, aber trotzdem, für all zu grosse Sorgen besteht kein Anlass. Bauer esechs oder Springer dfünf sind zwei vernünftige Züge, die es mir gestatten sollten, einen gewissen Vorteil zu bewahren. Statt dessen spiele ich Bauer hsechs und nach weissem Bauer dfünf merkte ich sehr schnell, dass jetzt mein Gegner über genügend Kompensation für seinen Minusbauern verfügt. Obwohl die Partie nach weiteren vierzehn Zügen remis endete, stand ich zwischenzeitlich zwar nicht auf Verlust, aber sehr beengt und passiv. Nach der Partie gingen wir gemeinsam Nachtessen.

 

 

Gabriel Hefti am fünfundzwanzigsten Mai zweitausensechzehn.


MATCHBERICHT THUN - KÖNIZ-BUBENBERG

ERSTE LIGA WEST

SECHZEHNTER APRIL ZWEITAUSENDUNDSECHZEHN

 

THUN KÖNIZ-BUBENBERG RESULTAT

Martijn Engelberts 2299 Markus Riesen 2019 remis

Martin Roth 2055 Peter Zimmermann 2243 0:1

Bernhard Meyer 2169 Denis Dutoit 1953 remis

Simon Küenzli 2024 Lukas Rosenkranz 2186 remis

Ramon Stucki 2023 Rudolf Gautschi 1981 1:0

Reto Marti 2027 Miralem Novalic 1959 remis

Daniel Schüetz 2037 Christoph Büehler 1922 0:1

Lorenz Ryf 1923 Gabriel Hefti 1888 remis

 

3,5:4,5

 

Ich hätte es wissen müssen. Markus hatte davor gewarnt. Die Anreise mit dem Zug erfolgte zu spät. Um so mehr, als ich auch den Weg vom Bahnhof zur Hotelfachschule nur so ungefähr kannte. Dies erlaubte uns zwar, die Freundlichkeit junger Thunerinnen und die weniger freundliche Art eines Thuners zu erfahren, die wir nach dem Weg fragten. Mit zehn Minuten Verspätung trafen wir dann doch noch in der Hotelfachschule ein, wo die früher angereisten Christoph und Ruedi und insbesondere Markus uns lächelnd empfingen. Auch sehr freundlich waren unsere Gastgeber, hatten sie doch die Uhren noch nicht in Gang gesetzt. Wir waren an sechs Brettern schwächer, ergo Aussenseiter. Die Einschätzung auf der SSB-Homepage (http://www.swisschess.ch/news-112/items/smm-2-runde-1-liga-vier-aufsteiger-an-der-tabellenspitze.html) „Für die grösste Überraschung sorgte Köniz-Bubenberg, das in der Westgruppe Thun 4½:3½ bezwang.“, dünkt mich aber doch ein wenig krass. Die Elodifferenz war an den meisten Brettern nicht riesig. Das Glück war uns allerdings hold. Mein Gegner etwa bot remis an in einer Stellung, in der er nach Einschätzung der schachvariantenberechnenden Maschinen nahe am Gewinn steht. Nach dem Match waren wir in euphorischer Stimmung. Ein gemeinsames Nachtessen im Restaurant Rialto in Thun bildete den gelungenen Abschluss. Leider ohne Peter, der einer privaten Abmachung in Thun Folge leistete und Christoph, den wir im Analyseraum vergassen. (Gabriel)

Zum ersten Brett

 

Nach überstandener Eröffnungsphase erhielt ich eine feste Stellung, welche dem Gegner wenige Möglichkeiten zuliess, die Stellung zu komplizieren. So ab dem 20. Zug konnte ich gar eine leichte Initiative übernehmen und ich hatte bei meinen Zügen ein gutes Timing. Nach einem Fehler von Weiss (27. Sf5 – é3 anstatt Sf5 – h4) spielte ich zuletzt 27. Sc5:é4 (siehe Diagramm). Es ist klar, dass Schwarz nach der mehr oder weniger erzwungenen Zugfolge 28. T:b6 S:g3 29. f:g3 Lb6 31. T:c8 D:c8 31. Kh2 é4! eine starke Stellung erhält. Der Sé3 kann nach Dc5 wegen der Mattdrohung auf g1 nicht wegziehen und die Verteidigungsmöglichkeit 31. Sd2 Dc5 32. Sd-f1 zur Vermeidung von Figurenverlust oder Matt muss man zuerst noch sehen. Die weisse Stellung ist nachteilig und sehr schwierig zu spielen. Da mir bis zur Zeitkontrolle nur noch 15 Minuten Bedenkzeit verblieben, verband ich meinen 27. Zug mit einem Remisangebot, welches mein Gegner nach längerer Einschätzung der Stellung und der gesamten Matchsituation zu meiner Freude annahm.“ (Markus).

Zum zweiten Brett

 

Nach etwas unsorgfältiger Eröffnungsbehandlung meines Gegners erhielt ich eine schöne Isolani-Stellung mit guten Angriffschancen. Tatsächlich konnte ich mit der Dame nach h7 eindringen und den König in die Mitte treiben (siehe Diagramm). Auf e1 stand ein kleiner Winkelried, der sich bereitwillig opferte, um seinem Kollegen freie Bahn zu schaffen. Nach (26. Te6: Ke6: 27. Te1+ Kd5 28. Df6: Kc4 29. Sd2+) entschied sich der schwarze König, lieber seine Geliebte über die Klinge springen zu lassen (29. … Kb5 30. Te5+), statt auf freiem Feld den Heldentod zu finden (30 …Kc3 31. d5+ und matt).“ (Peter)

Zum dritten Brett

"Ein kurzes, aber deftiges Handgemenge, ein Quäntchen Glück, nachher zwei sehr exponierte Könige und eine von mir durchgeführte Zugswiederholung - tönt doch sehr plausibel nach remis. Auf alle Fälle hatte ich (und ich denke auch meine Kollegen) grossen Spass an diesem Samstag." (Denis)

 

Zum achten Brett

 

 

Nach 24.fxe3 opfert Lorenz die Qualität auf edrei und gibt mir danach mit seiner Dame ewig Schach. Fast hatte ich das erwartet, da er mir bereits im elften Zug remis angeboten hatte. Wie aber die Maschine zeigt, hätte er nach dem Qualitätsopfer auf Gewinn spielen können. Glück gehabt.“ (Gabriel).

 

Zwei Tage später gab ich den Bubenberger Cupfinal gegen Matthais Leutwyler nach dem schönen nächsten Zug von Schwarz sofort auf. Findest Du ihn? (Gabriel)


Premiere in der 1. Liga - turbulenter SMM Saisonstart!

SKKB 1 vs. Genève Club 2   8:0 FF - was war geschehen in der 1. Runde?

 

Schon seit einigen Wochen wird dem Start in die 1. Liga entgegengefiebert. Den drei neu für den SKKB an die Bretter gehenden Peter Zimmermann (Trubschachen), Miralem Novalic (SK Bern) und Denis Dutoit (Olten) steht kein Abgang gegenüber. Somit stellt unser Saisonziel "Klassenerhalt" kein unmögliches Unterfangen dar.

Dass es gegen die Reserve des Genève Club schwierig sein würde, etwas zählbares im heimischen Lager behalten zu können, war klar. Die Chancen verringerten sich weiter, da an diesem Spieltag beruflich bedingt Martin Clausen und Lukas Rosenkranz ersetzt werden mussten. Doch damit nicht genug. Die Grippe legte den Mannschaftsleiter Gabriel Hefti flach. Erfreulicherweise erklärte sich SKKB Urgestein Markus Riesen bereit, den Job zu übernehmen. Doch sein Wille sollte nicht geschehen und auch er musste am Freitag der Grippe wegen Forfait geben.

Michael Weber sprang nun ein und konnte sich innert kürzester Zeit bei der eigenen Reserve bedienen und das materialtechnische fürs Spiellokal aufgleisen, sodass wir starkt ersatzgeschwächt jedoch rechtzeitig auf die Gäste aus Genf warten konnten. Es wurde 13:45 Uhr - 13:50 Uhr - 13:55 Uhr - 14:00 Uhr - 14:05 Uhr - doch weit und breit keine Schachspieler. Es wurden sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt um Kontakt aufzunehmen - doch vergebens. Um 14:10 Uhr wurden die Uhren in Gang gesetzt und den Genfern blieb nur noch bis 14:30 Uhr Zeit.

Die acht Schachfreunde trafen leider erst kurz vor 15:00 Uhr im Spiellokal in der Könizstrasse 74 in Bern ein, nachdem sie zuvor in zwei anderen Lokalen vergeblich nach uns gesucht hatten. Somit wurde die 30minütige Respektfrist deutlich überschritten und das Ergebnis ist gemäss Reglement mit 8:0 Forfait zu werten.

 
1.Runde
 
 SKKB 1
Ø 1962
 
 
Genève Club 2
Ø 2061
8:0 FF
Brett 1
W
Zimmermann Peter
2243
-
S
IM Fioramonti Hung
2318
+ -
Brett 2
S
Weber Michael (ML)
1895
-
W
Kovacevic Vladimir
2162
+ -
Brett 3
W
Gautschi Rudolf
1981
-
S
Geiser Laurent
2199
+ -
Brett 4
S
Novalic Miralem
1959
-
W
Delpin Patrice (ML)
2058
+ -
Brett 5
W
Vermin Hans
1926
-
S
Daverio Edoardo
2019
+ -
Brett 6
S
Bühler Christoph
1922
-
W
Hofer Nataniel
1908
+ -
Brett 7
W
Dutoit Denis
1953
-
S
Sudan Georges
1973
+ -
Brett 8
S
Rimann Theo
1820
-
W
Frauchiger Thomas
1853
+ -

Zuerst waren sie, ebenfalls mit einem stellvertretenden Mannschaftsleiter, im Lokal an der Stapfenstrasse in Köniz, danach im Gasthof Maygut in Wabern (Spiellokal des in der gleichen Gruppe spielenden Schwarz-Weiss Bern 3).

Dort im Gasthof Maygut war die Paarung Schwarz-Weiss Bern 3 gegen Echallens 2 angesetzt. Scheinbar kam es auch dort zu einem Forfait, weil die Waadtländer bei der Anreise bedauerlicherweise einen Autounfall zu beklagen hatten. Jedenfalls wurden sie von dort durch Schachfreund Hans Hofmann (spielt für Schwarz-Weiss Bern und ist auch bei uns Mitglied) zum richtigen Spiellokal gelotst.

Damit die Genfer Schachfreunde nicht ganz umsonst die weite Reise auf sich nehmen mussten, haben wir ein 5-Minuten-Blitzturnier durchgeführt. Dies war sicherlich ein guter "Schachzug". Die anfangs doch niedergeschlagene Stimmung besserte sich von Runde zu Runde, sodass wir uns am Ende doch freundschaftlich verabschieden konnten.

Resultat des freundschaftlichen Blitzturniers:

1.
Zimmermann
10,5
2.
Geiser
10,0
2.
Kovacevic
10,0
4.
IM Fioramonti
9,0
5.
Delpin
8,5
6.
Daverio
7,0
7.
Sudan
5,5
8.
Frauchiger
5,0
8.
Gautschi
5,0
10.
Weber
3,5
11.
Hofer
2,0
11.
Novalic
2,0
13.
Hofmann
0,0
 

3,5:2,5-Sieg im Aufstiegsspiel gegen Jura 1 - wir sind neu in der 1. Liga!

 

Durch den Verzicht von Brig 1 hatten wir als neuer de facto-Gruppensieger Heimrecht im Aufstiegsspiel gegen Jura 1. Nachdem wir vor vier Jahren in Liestal noch knapp den Aufstieg verpassten, behielten wir dieses Mal das bessere Ende für uns. Und dies gegen einen ebenbürtigen Gegner, dessen Elo-Durchschnitt von 1940 unserem eigenen Elo-Durchschnitt entsprach.

 

Unserem Erfolg war ein spannender Wettkampf vorausgegangen. Am ersten Brett demonstrierte Lukas Rosenkranz gegen Jean-Michel Nobs (2011 Elo) einmal mehr sein tiefes Positionsverständnis. Zug um Zug baute er mit Hilfe seiner beiden Türme eine Druckstellung am Damenflügel auf. Einmal nur schien sein Gegner gefährliches Gegenspiel zu erhalten, aber auch diese Gefahr wehrte er souverän ab und holte den ganzen Punkt. Am zweiten Brett hielt Ruedi Gautschi (1950 Elo) mit schwarz seinen Gegner Daniel Simon (2005 Elo) jederzeit in Schach und buchte einen auch im Hinblick auf eine mögliche Brettwertung wichtigen halben Punkt (bei einem Unentschieden hätte die Brettwertung entschieden). Am dritten Brett spielte Markus Riesen (2000 Elo) gegen Marc Furrer (1958 Elo) gewohnt umsichtig. Nach dem Damentausch entwickelte er mit seinen beiden Türmen in der h-Linie gewaltigen Druck, dem der schwarze König auf die Dauer nicht gewachsen war. Ein weiterer wichtiger Punkt war damit im Trockenen. Am vierten Brett bewies Michael Weber (1889 Elo) mit schwarz gegen Bernard Nappez (1877 Elo) einmal mehr, dass er nur schwer zu schlagen ist. Er verteidigte sich skandinavisch und geriet nie ernsthaft in Gefahr. Im 23. Zug bot sich ihm eine Gewinnchance, die nicht mehr wiederkehren sollte (siehe Diagramm):

 

Stellung nach 23.Sc4xLd6:

(Bernard Nappez-Michael Weber)

 

 

Statt mit dem Turm den Springer auf d6 zurückzunehmen (wie in der Partie), hätte Michael hier spektakulär gewinnen können (23…cxd4 24.Sb5 dxe3 25.Txd8 exf2+ 26.Dxf2 Dxd8 oder 23…cxd4 24.Sb5 dxe3 25.Sxc7 Txd1+ 26.Kh2 e2 (siehe Diagramm):

 

Stellung nach 26…e2:

(Bernard Nappez - Michael Weber)

 

 

Diese Gelegenheit ging zwar vorüber, den halben Punkt aber liess sich Michael nicht nehmen! Weniger glücklich kämpfte Gabriel Hefti (1858 Elo) am fünften Brett mit weiss gegen Philippe Michel (1861 Elo). In einer seltenen französischen Variante setzte er den schwarzen König unter Druck, konnte den Monarch aber nicht endgültig erledigen. Das folgende Diagramm zeigt, dass die Stellung von Gabriel - wie so oft in seinen Partien - interessant und durchaus vielversprechend war:

 

Stellung nach 17…Sc6-e7:

(Gabriel Hefti - Philippe Michel)

 

 

Sowohl 18.Dxb7 als auch 18.Lf4 hätte gute Chancen geboten. Gabriel zog indessen 18.Sa3, was von der Schachmaschine Fritz 12 mit einem Fragezeichen versehen wurde…In dieser Partie behielt schliesslich schwarz das bessere Ende für sich. Am sechsten Brett bewies Christof Bühler (1827 Elo) gegen Bernard Menozzi (1911 Elo) einmal mehr, dass er ein Wettkampftyp ist. In einer schwierigen Stellung mit einem hässlichen isolierten Doppelbauern in der b-Linie fand er den rettenden Pfad zu Gegenspiel, gewann in der Folge eine Figur und gab die Partie trotz Mehrfigur im Sinne der Mannschaftstaktik remis, um den Aufstieg sicherzustellen.

 

Das ist kurz die Geschichte des Aufstiegsspiels, mit dem wir uns einen Platz in der 1. Liga der nächstjährigen SMM sicherten. Der Sieg im Aufstiegsspiel wurde erst noch ohne unsere in dieser Saison erfolgreichsten Punktesammler Martin Clausen (sensationelle sechs Punkte aus sechs Partien!) und Hans Vermin (4,5 Punkte aus fünf Partien) erzielt, die beide wegen beruflicher Weiterbildung fehlten. Ein wichtiger Faktor war auch die Verstärkung durch unseren neuen Klubmeister Lukas Rosenkranz, der seine erste Saison für unsere Mannschaft bestritt. Durch das breite 13-Mann-Kader hatte ich bei der Mannschaftsaufstellung mehrmals die Qual der Wahl. Einige haben - teilweise auf eigenen Wunsch - keine einzige Partie bestritten. Das breite Kader hat es auch ermöglicht, sporadisch unsere zweite Mannschaft in der 4. Liga zu verstärken und so zum Aufstieg in die 3. Liga beizutragen.

 

Mit diesem schönen Erfolg geht nach gut zehn Jahren meine Zeit als Mannschaftsleiter zu Ende, zuerst in der zweiten Mannschaft und seit einigen Jahren in der ersten Mannschaft. Mit Gabriel Hefti, dem neuen Mannschaftsleiter, ist meine Nachfolge in guten Händen! Ueli Münch

 

 

 

 

Der zweite Schlussrang sichert uns ein Aufstiegsspiel

 

In der siebten und letzten Runde der diesjährigen SMM kamen wir zu einem 4,5:1,5-Sieg gegen Trubschachen 3. Brig 1 gewann ebenfalls, und zwar mit 4:2 gegen Thun 2. Das genügte Brig 1, um mit einem halben Einzelpunkt Vorsprung den Gruppensieg zu holen. Wir belegen den zweiten Schlussrang und sicherten uns damit ein Aufstiegsspiel am 24. Oktober.

 

Und hier die Schlussrangliste unserer 2. Liga-Gruppe:

 

1. Brig 11 26,5

2. Köniz-Bubenberg 11 26

3. Zollikofen 9 19

4. Kirchberg 8 27,5

5. Trubschachen 7 22

6. SW Bern 6 17

7. Bümpliz 2 15,5

8. Thun 2 14,5

 

Am ersten Brett setzte Christof Bühler (1827 Elo) Benjamin Gerber (1751 Elo) unter starken Druck und stand zeitweilig auf Gewinn. Aber irgendwie gelang es seinem Gegner immer wieder, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das zum Schluss entstandene Turmendspiel war dann nicht mehr zu gewinnen. Am zweiten Brett verlief die Partie zwischen Michael Weber (1889 Elo) und Hans-Rudolf Locher (1728 Elo) während längerer Zeit in den theoretischen Bahnen des halbslawischen Damengambits. Das Mittelspiel verlief zunächst ausgeglichen, bis Michael eine Ungenauigkeit mit einem Figurengewinn bestrafte und den ganzen Punkt buchte. Markus Riesen (2000 Elo) geriet gegen den talentierten U18-Junior Kirushanth Sivanandan (1844 Elo) nie in Verlegenheit und führte seine Figuren umsichtig zum Sieg. Der routinierte Senior Hansueli Bieri (1889 Elo) unterstrich gegen Ruedi Gautschi (1950 Elo) seine Ambitionen mit dem königsindischen Vierbauernangriff. In der lebhaften Partie wusste sich Ruedi zu wehren und sicherte unserer Mannschaft in einer zweischneidigen Stellung durch Zugswiederholung einen halben Punkt. Am fünften Brett krönte Hans Vermin (1916 Elo) seine herausragende Saison mit einem weiteren Weisssieg gegen Roger Kohler (1680 Elo) und beschliesst die diesjährige SMM mit einer Performance von 90% (4,5 Punkte aus 5 Partien). Für aufregende Unterhaltung sorgte einmal mehr Gabriel Hefti (1858 Elo) in seiner Partie gegen Bernhard Kunz (1850 Elo). Diesmal verteidigte er sich mit Alt-Benoni (1.d4 c5 2.dxc5 e5). Mit 5…Lxf2 lockte er den weissen König früh aus der Stellung und versuchte, ihn möglichst schnell zu erledigen. Das erwies sich dann allerdings als nicht so leicht. Das Geschehen wogte auf und ab, in höchster Zeitnot ging Gabriel ein ganzer Turm verloren. Nach dem 38. Zug von Gabriel (38…Dg6) ergab sich folgende Stellung (siehe Diagramm):

 

Stellung nach 38…Dg6

(Bernhard Kunz - Gabriel Hefti)

 

 

Fast jeder weisse Damenzug gewinnt sofort (z.B. 39.Dd4+ oder De4). Weiss zog aber 39.Dg4?? (siehe Diagramm)

 

Stellung nach 39.Dg4??

(Bernhard Kunz - Gabriel Hefti)

 

 

Gabriel antwortete (mit noch drei Sekunden auf der Uhr!) mit ewigem Schach: 39…Dh6+ 40.Kg3 Dd6+). Ein glückliches Ende!

 

Unsere Aufstiegschancen steigen fast täglich: Zuerst verzichtet Brig 1 auf das Aufstiegsspiel, womit wir dem fast übermächtigen Gruppensieger der Gruppe 405, Sorab 1, aus dem Weg gehen können. Gestern hat nun auch noch Riehen IV, der Zweite der Gruppe 405 auf das Aufstiegsspiel verzichtet. In den nächsten Tagen werden wir erfahren, ob wir das Aufstiegsspiel gegen Jura 1 oder Liestal 1 bestreiten werden, beides Gegner, die in unserer Reichweite liegen! Ueli Münch

 

 

 

 

Hoher 5:1-Sieg gegen Schwarz-Weiss Bern 4

 

Nach diesem klaren 5:1-Heimsieg gegen Schwarz-Weiss Bern 4 genügt uns dank unseren guten Einzelpunkten in jedem Fall ein Sieg in der letzten Runde gegen Trubschachen 3 zum Erreichen eines Aufstiegsspiels am Samstag, 24. Oktober 2015. Auch für andere Mannschaften geht es in unserer Gruppe in der letzten Runde noch um viel: So braucht Brig 1 nach der unerwarteten Niederlage gegen Zollikofen 1 einen Sieg gegen Thun 2, um sich sicher für ein Aufstiegsspiel zu qualifizieren. Leicht wird ihm das Thun 2 nicht machen, das sich seinerseits mit einem Sieg noch theoretische Chancen auf den Ligaerhalt ausrechnen kann. Weiter kann Bümpliz 1 mit einem hohen Sieg gegen Schwarz-Weiss Bern 4 aus eigener Kraft den Ligaerhalt schaffen, wobei Schwarz-Weiss Bern 4 wiederum ein Unentschieden für den Ligaerhalt ausreicht.

 

Und hier die Rangliste nach der 6. Runde:

 

1. Brig 9 22,5

2. Köniz-Bubenberg 9 21,5

3. Zollikofen 9 18,5

4. Trubschachen 7 20,5

5. Kirchberg 6 22

6. SW Bern 4 13,5

7. Bümpliz 2 13

8. Thun 2 12,5

 

Mit vier Siegen und zwei Unentschieden fiel unser Sieg gegen Schwarz-Weiss Bern 4 deutlich aus. Mit einem Kurzsieg in 19 Zügen gegen Matthias Sommer (1681 Elo) unterstrich Martin Clausen (2180 Elo) die Elo-Differenz von 500 Punkten. Da hatte Lukas Rosenkranz schon länger zu arbeiten, bis sein Sieg nach 62 Zügen in einer positionell geführten Partie gegen Stefan Schmied (1803 Elo) feststand. Eine zähe Partie hatte auch Christof Bühler (1827 Elo) gegen Simon Schmid (1714 Elo) auf dem Brett. Mit einem Qualitätsrückopfer im richtigen Moment ebnete er den Weg zum ganzen Punkt. Einiges los war auch in der Partie zwischen Gabriel Hefti (1860 Elo) und Benedikt Jorns (1812 Elo) - wie gewöhnlich möchte man sagen…Nachdem sein Sieg nur noch eine Frage der Zeit schien, machte es Gabriel mit Turm und vier Bauern gegen Läufer und sechs Bauern nochmals ziemlich spannend (siehe Diagramm):

 

Stellung nach 43.Lc7-a5

(Benedikt Jorns - Gabriel Hefti)