SMM Erste Mannschaft

SKKB 1, 1. Liga West

SMM 2025, 7. Runde: Echallens 2 – SKKB 1          2 : 6

BrettNameEloNameEloResultat
1Daniel Stroppa2167Igor Yarmonov (s)23270 : 1
2Lindo Duratti2134Mike Jäger (w)21150.5 : 0.5
3Anna Rosset1842Hansjürg Känel (s)22340 : 1
4Cédric Grillon2013Sandor Kaszas (w)20120 : 1
5Steve Monthoux2011Michael Weber (s)18810.5 : 0.5
6Jean-Robert Vesin2211Thomas Mani (w)19130 : 1
7Jan Steenhuis2016Jörg Brauchli (s)19120 : 1
8Stéphane Coletta1961Marc Tillmann (w)19531 : 0
SMM, 7. Runde vom 13. September 2025

Hoher Sieg zum Abchluss der SMM
Die letzte Runde der SMM 2025 bescherte uns noch ein Auswärtsspiel. Dieses Mal ging es nach Echallens, was erneut eine Fahrzeit jenseits der zwei Stunden bedeutete. Zudem war unser Gegner nominell sehr stark und konnte sich noch berechtigte Aufstiegshoffnungen machen, weshalb wir „die Reise“ mit eher geringen Erwartungen antraten.
Wir spielten im Gemeindehaus und als wir wohl zu früh dort eintrafen, scheiterten wir fast daran, das richtige Gebäude und den Eingang zu finden. Mit der Zeit trafen noch weitere Spieler anderer Mannschaften ein, wodurch die Verwirrung dann gemeinsam aufgelöst werden konnte. Wir begannen die Partien nahezu pünktlich und die Aufstellung unseres Gegners machte klar, dass hier keine Punkte verschenkt werden sollten.

Der Start in die Begegnung verlief für uns denkbar schlecht. Schon sehr früh kassierten wir eine Niederlage, welche dann allerdings erfreulicherweise unsere einzige des Tages bleiben sollte. Marc mit Weiss agierte ein wenig unglücklich und erreichte eine „wilde“ Stellung. Der Bauer auf d6 ist verloren und Schwarz hat Spiel gegen den weissen König.

Marcs Kommentar hierzu: „Nach 19. … Dh4 war ich von allen guten Geistern verlassen und spielte 20. Tf3?? mit der Idee 21. Th3. Nach 20. … e4 kam meine Pfote logischerweise geflogen. Doch die Stellung nach dem Bauernverlust auf c4 war wohl kaum noch zu halten.“

Den prompten Ausgleich konnte Jörg erzielen. Sein Gegner kam 10 Minuten zu spät und ging wohl davon angetrieben sehr beschwingt in die Partie. Beide Seiten spielten aktiv, Jörg mit Schwarz konnte schon sehr früh die Initiative übernehmen während sein Gegner mehrfach nicht die besten Züge fand.

Hier spielte Weiss 11. Lg2?? und die Partie ist eigentlich gelaufen. Nach 11. … dxe2 12. Te1 hätte Schwarz mit 12. … Td3 den Sack schon zumachen können. Es folgte das eher schüchterne 12. … Lxf3 13. Lxf3 Txd2 14. Lxc6 Txd1+ 15. Txd1 exd1D+ 16. Txd1 bxc6 und Schwarz hat eine Figur mehr. Den Vorteil schaukelte Jörg dann sicher nach Hause und es stand 1-1.

Hansjürg spielte gegen eine starke Juniorin, konnte hier seine ganze Routine zur Geltung bringen und langsam einen Zeit- und Positionsvorteil herausarbeiten. Schliesslich gelang es ihm, eine Abwicklung zu erzwingen, in der er zwei Leichtfiguren gegen einen Turm erhielt, bei aktiverer Stellung. Den technischen Teil setzte er dann souverän um und wir konnten in Führung gehen.

Sandor spielte wie gewohnt auf Komplikationen und es entstand eine unklare Situation, in der sein Gegner mit Schwarz allerdings gehörig danebengriff.

Nach 17. c3 dxc3 18. bxc3 sollte der schwarze Zosse nach c6 zurückkehren und die Partie hätte wohl noch lange gedauert. Zu ungestüm zog der Nachziehende hier aber 18. … Sa2, wonach die Leichtfigur nicht mehr zu retten ist. Mit 19. Lb2 c4? folgte noch ein Schummelversuch, aber 20. De2 Da5?? war dann zuviel des Guten. Die schwarze Dame kann auf a2 nicht zurückschlagen, weshalb 21. Lxa2 Weiss mit einer Mehrfigur zurücklässt. Wenig später gab Schwarz auf und wir führten 3-1. Sollte Schwarz 21. … Dxa2 ziehen, würde 22. Ta1 Db3 23. Sd4 die Dame fangen.

Dem nominell stärksten Gegner sah sich Thomas gegenüber. Bei einer Ratingdifferenz von ungefähr 300 Punkten war die Entscheidung, sein Glück in Verwicklungen zu suchen absolut gerechtfertigt, und es entstand eine taktisch geprägte Stellung.

Mit wenig Zeit auf beiden Seiten überschlugen sich nun die Ereignisse. Lassen wir Thomas den Rest selbst kommentieren: „Nach meinem 34. Zug Df4 (siehe Diagramm) gewinnt Schwarz ganz leicht mit 34. … Te4!! Er hat stattdessen 34. … Td7?? gespielt. Dieser Zug verliert die Partie umgehend. Nach 35. Dc4+ bleibt Schwarz nur noch die Qual der Wahl. Entweder verliert er seine Dame gegen meinen Turm 35. … De6, 36. Tf8+ Kxf8, 37. Dxe6 oder er geht mit mit 35. … Kg7, 36. Tg8+ Kh6, 37. Df4+ g5, 38. Dxg5# Matt.“

Bei noch drei laufenden Partien stand es 4-1 für uns. Verlieren konnten wir nicht mehr und die Positionen in den noch restlichen Paarungen sahen gar nicht schlecht für uns aus.

Mike mit Weiss hatte im Mittelspiel einen Vorteil herausarbeiten können, aber diesen dann erst aus der Hand gegeben und dann noch geschickt in eine kritische Stellung abgewickelt.

Die weissen Bauern sind schwach, d4 nicht zu verteidigen. Es folgte 33. a5 bxa5 34. Tb7 Sc8 (droht u.a. die Gabel auf d6). Der Rechner findet hier nun mit 34. Sxg6+ fxg6 35. Tf4+ und Platzierung der Türme auf der siebten Reihe eine Variante mit Dauerschach. Die Zeit war aber knapp, und so etwas findet man am Brett dann eher nicht mehr. Es folgte anders 35. Te5 Tcxd4 (35. … a4 wäre aussichtsreicher gewesen) 36. Txa5 T4d7 37. Tb8 Kg7 und Schwarz war mit dem Remis einverstanden. Damit hatten wir den Sieg in der Tasche, was am Vormittag wohl nie jemand geglaubt hätte.

Michael spielte eine sehr solide Partie, die über den gesamten Verlauf total ausgeglichen war. Ein Remisangebot musste sein Gegner zuerst ablehnen, als dann aber die Punkteteilung an Brett zwei und damit die Niederlage der Heimmannschaft besiegelt war, wurde das Angebot sofort angenommen. Auch hier also ein Unentschieden.

Noch ein wenig länger spielte Igor (mit Schwarz)), obwohl sich sein Sieg schon viel früher abzeichnete. Die technische Verwertung des Vorteils setzte er lehrbuchmässig um, die Entstehung des entscheidenden Vorteils ist aber „amüsant“.

In dieser Position spielte Weiss 25. Sxc4 und bot in Erwartung von 25. … Sxc4 26. Dxc4 Dxe4 27. Dxe4 Sxe4 Remis an. Schwarz steht dort zwar besser, aber er hat einen viel stärkeren Zug. Nach 25. … Da6 bemerkte der Anziehende, dass der Springer nicht mehr zu decken war und es begann eine lange Phase des Kopfschüttelns, bevor er sich mit 26. Lxh6 noch ein wenig Schummelchancen erhalten wollte. Aber wie gesagt, Igor liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und stellte den Endstand von 6-2 für uns her.

Damit haben wir, auch wenn das Saisonziel Klassenerhalt schon sicher war, in der Schlussrunde noch einmal einen schönen Sieg holen können. Als wir die Heimreise antraten, war die Laune unter uns Spielern super, sodass sogar der Regen nichts daran ändern konnte.

Die Saison schliessen wir damit auf dem 5. Rang ab, mit insgesamt 8 Mannschaftspunkten. Ein sehr solides Resultat, das wir bei sich passender Gelegenheit noch werden begiessen müssen :).

Mike Jäger

SMM 2025,  6. Runde: Genève 2 – SKKB 1          6 : 2

BrettNameEloNameEloResultat
1Dominique Li2312Michael Weber (s)18821 : 0
2Laurent Geiser2192Mike Jäger (w)21251 : 0
3Eric Delpin2056Igor Yarmonov (s)23240 : 1
4Armel-David Wolff2198Hansjürg Känel (w)22350.5 : 0.5
5Hugo Jelicic1934Jörg Brauchli (s)19231 : 0
6Tiziano Frei1947Marc Tillmann (w)19460.5 : 0.5
7Christophe Rivaud1974Prajan Ravikumar (s)17361 : 0
8Jermey Broome1904FF1 : 0
SMM, 6. Runde vom 23. August 2025

Arg unter die Räder gekommen

In der sechsten Runde der SMM hatten wir eine lange Fahrt nach Genf vor uns. Zu allem Überfluss erreichte uns auch noch am Abend vor dem Spieltag eine Absage, die wir nicht mehr kompensieren konnten. Daher hiess es, die Tour zu siebt anzugehen. Da unser Gegner nominell ohnehin stärker war als wir, verhiess das nichts Gutes.

Mit einem Rückstand von 0-1 startend, dauerte es einige Zeit, bis unser Punktekonto etwas Zählbares aufweisen konnte. Zu Beginn sammelten wir ein paar Niederlagen, die erste davon kassierte Michael am Spitzenbrett. Sein Gegner, der seine letzten 13 Spiele gewonnen hatte und aktuell bei einer 2300 steht, ging auch in diese Runde hochmotiviert. Ein, zwei Nachlässigkeiten seitens unseres Spielers ermöglichten Angriffsmotive wie aus dem Lehrbuch (Erzwingen von g7-g6, Belagerung der dann schwachen Felder f6 und d6, …) und irgendwann unterlief Michael bei der schwierigen Verteidigung ein entscheidender Fehler. 

Jörg spielte mit Schwarz gegen einen sehr jungen Gegner, der seine Partie sehr aktiv anlegte. Die Initiative am Damenflügel brachte letztlich einen Bauern und eine wohl gewonnene Stellung ein. In der Suche nach Gegenspiel versuchte Schwarz dann, ein wenig im Trüben zu fischen und startete einen Angriff auf den weissen König. Dieser wurde aber gekonnt widerlegt:

Es folgte 25. Sc6 Lc5 26. Ld6 Lxd6 27. Txd6 und das schwache Feld e7 ist entscheidend. Mit 27. … Te8 ist das Decken des Feldes aber nicht möglich, da Weiss mit 28. Td8! Txd8 29. Se7+ Kf7 30. Sxg6 Td1+ 31. Dxd1 abwickeln kann. Am Ende verbleibt Weiss mit einer Gewinnstellung, da die Bauern am Damenflügel zu stark sind. Damit stand es bereits 0 – 3.

Seinen ersten Einsatz in dieser Saison hatte Prajan an Brett 7, aber hier wartete keine leichte Aufgabe auf ihn. Während er (mit Schwarz) zu Anfang noch gut mithalten konnte, unterlief ihm im Mittelspiel ein schwerwiegender Fehler, der das Eindringen der weissen Schwerfiguren am Damenflügel zuliess. Damit war die Partie eigentlich gelaufen.

Schwarz steht mit dem Rücken zur Wand, die Figuren haben keine guten Felder und die Bauern sind schwach. Nach 19. … 0-0 20. Td6 Tb7 setzte nun aber Weiss seinerseits ungenau fort. Nach 21. Dc6 (der stärkste Zug ist hier 21. Lxd5), 21. … Ta7 22. Lxb6?! Dxb6 23. Dxb6 Sxb6 24. Txb6 ist der weisse Vorteil zusammengeschrumpft. Trotzdem reichte die Aktivität der weissen Figuren letztlich aus, um entscheidend Freibauern zu bilden und die Partie zu entscheiden.

Den ersten halben Zähler steuerte dann Marc bei. Die Stellung war lange kompliziert, aber er ging als Anziehender mit einem Mehrbauern aus den Abwicklungen hervor.

Marc meinte im Nachhinein selbst: „In schwieriger Stellung spiele ich hier 27. f3. Nach 27. Kd2 stehe ich wohl auf Gewinn.“. Denn anders als nach der Partiefortsetzung 27. f3 übernimmt der König nach 27. Kd2 die Rolle eines wichtigen Angreifers. Es könnte weitergehen mit: 27. … Se4+ 28. Lxe4 dxe4 29. Sb6 Lc6 30. d5 Le8 31. Kc3. Schade, aber so stand es nun 0,5 – 4,5 aus unserer Sicht.

An Brett 4 hatte Hansjürg eine bequeme Stellung, die allerdings nie die Remisbreite verlassen hatte. Auch wenn lange gespielt wurde, wurde von keiner Seite viel Risiko gegangen und da es auch keinen Patzer gab, einigte man sich schliesslich auch hier auf die Punkteteilung.

Wenig zu bestellen hatte Mike in seiner Partie. Auch wenn in der Eröffnung bereits viel Material getauscht wurde, genügte eine Ungenauigkeit und er musste mit Weiss eine langwierige Schwäche am Königsflügel hinnehmen. Materiell war es lange ausgeglichen, aber die strukturellen Schwächen konnte Schwarz schliesslich sauber ausnutzen. In folgender Position

ist der Freibauer auf a5 vielleicht schwach, aber kaum zu gewinnen, da der schwarze Springer sonst den weissen Bauern auf h2 mit Gewinnstellung abholt. Die nun gespielte Abwicklung ging schon einige Züge vorher und hätte da ggf. noch für ein Remis gereicht. Jetzt aber war es zu spät, Schwarz spielte den Rest der Partie sauber bis zum Sieg. Es folgte 46. S3xg4 fxg4 47. Ke3 Sf3 48. Kxe4 (auch 48. Sxg4 war interessant, aber mit nur noch 3 Minuten auf der Uhr nicht mehr durchzurechnen) 48. … Sxh2 49. c5 a4 50. Kd3 Sf1 51. Sxg4 Kc6 und Weiss kommt am Ende einen Zug zu spät, um dem Springer die nötige Unterstützung beim Aufhalten des h-Bauern durch den König zu geben (dieser muss ja erst den a-Bauern abholen). Eine lange Partie, aber leider auch hier eine Niederlage.

Zuletzt gelang Igor noch ein schöner Sieg in fast schon typischer Manier. In der Eröffnung hatte er mit Schwarz eine eher passive Position. Sein Gegner versteckte sich nicht und so kam es zu einem offenen Schlagabtausch.

Die Position ist kompliziert, der Rechner weist 43. Txd4 mit weissem Vorteil aus. In der Partie geschah aber 43. Sh6, wonach sich das Blatt wendet. Die folgenden Züge 43. … Kg7 44. Shg8 Dxd5 45. Sxd5 Txe5 46. Txe5 Sxe5 47. Sge7 Sd3 48. Sxb6 Sxb2 ergeben eine schon für Schwarz gewonnene Stellung. Den technischen Teil setzte Igor dann bravourös um und wir konnten auf den Endstand von 2-6 verkürzen.

Damit ging unser Spieltag mit 6h Fahrt und einer gehörigen Klatsche um kurz nach 23 Uhr zu Ende, als wir wieder in Bern ankamen. Keine Glanzleistung, aber auch kein Glück für uns. Einfach ein anstrengender Tag, an dem wir sicher froh sein können, dass der Klassenerhalt schon geschafft ist.

Mike Jäger

SMM 2025, 5. Runde: SKKB 1 – Grand Echiquier 1          4 : 4

BrettNameEloNameEloResultat
1Mike Jäger (w)2131Pierpaolo Ranieri19270.5 : 0.5
2Igor Yarmonov (s)2318Gonçalo Varela Tavares19971 : 0
3Hansjürg Känel (w)2228Jean-Manuel Segura20521 : 0
4Sandor Kaszas (s)2017Alexandre Bur19190 : 1
5Martin Hess (w)1884Guillaume Chauvon20560 : 1
6Thomas Mani (s)1935Sébastien Vasey19830 : 1
7Jörg Brauchli (w)1924Kevin Lehmann18600.5 : 0.5
8Marc Tillmann (s)1921Jonathan Jaccard19751 : 0
SMM, 5. Runde vom 21. Juni 2025

Glückliches Unentschieden gegen Grand Echiquier

In der fünften Runde hatten wir unser letztes Heimspiel der Saison zu bestreiten. Der Anfang gestaltete sich verheissungsvoll, aber am Ende konnten wir mit dem 4:4 sehr zufrieden sein.
Zum Spielverlauf: Als erste Partie endete jene von Hansjürg. Mit Weiss spielend, konnte er seinen Gegner unter Druck setzen und dieser konnte schliesslich mit sehr wenig Zeit auf der Uhr die korrekten Verteidigungszüge nicht finden und musste aufgeben.

Igor mit Schwarz spielte eine Partie aus einem Guss. Nachdem er ausgangs der Eröffnung ohne Mühe eine ausgeglichene Stellung erreicht hatte, konnte er seine Figuren Zug um Zug besser positionieren und schliesslich eine Unachtsamkeit seines Gegners ausnutzen:

Die Schwächen im weissen Lager sind die Bauern auf a2 und f2. Mit der Überdeckung 20. Te2 wollte Weiss den Druck aus der Stellung nehmen, übersah aber, dass nach 20. … Da6 auch das Feld d3 schwach ist. Der zweite Fehler 21. Kb1 liess dann die Gewinnkombination 21. … Lb5 zu, was den Turm angreift und Damengewinn droht. Nach 22. The1 Txe4 ist es nun auch schon zu spät, denn der schwarze Materialvorteil ist schon partieentscheidend. Weiss gab auf.

An Brett 5 hatte es Martin (weisse Steine) mit einem nominell deutlich stärkeren Gegner zu tun, was sicherlich auch ein Grund war, erst recht sehr aktiv zu spielen. Allerdings verliefen die Angriffsversuche im Sande und Schwarz erhielt im Laufe der Zeit sehr aktive Figuren. In folgender Position

ist vom weissen Angriff nicht mehr viel übrig, und Schwarz fand nun das schöne 15. … Lxd4+. Die Schwäche der Grundreihe macht sich deutlich bemerkbar. Am besten ist hier wohl das Schlagen, um dann gleich den eigenen Läufer auf e3 zurückzugeben. Weiss wählte aber 16. Kh1 und kam nach 16. … Db5 unter die Räder: 17. c4 Dxc4 18. Sd2 Db5 19. Te1 0-0-0 20. Sxe4 Lxe4 und nach dem letzten Fehler 21. Txe4 folgte 21. … Df1 mit Matt. Damit stand es 2-1 für uns.

Jörg mit Weiss spielte in seiner Partie eine solide Anfangsphase, nachdem aber viele Figuren getauscht wurden, wurden die Chancen auf Angriff immer vager. Schliess entstand ein Bauernendspiel, auf das man sich so hätte ggf. nicht einlassen sollen, denn praktisch waren die Chancen von Schwarz höher einzuschätzen. Tatsächlich kam es zu folgender Position:

Die Zeitkontrolle ist geschafft und die Bauernkonstellation am Königsflügel ist festgelegt (lustigerweise gibt es die gleiche Bauernverteilung gleichzeitig an Brett 1). Das Endspiel ist zwar Remis, aber Schwarz kann noch eine giftige Variante probieren. Es folgte zuerst korrekt 40. … c4!, aber nach 41. bxc4+ zog Schwarz automatisch 41. … Kc5. Danach ist die Luft raus, denn den möglichen Zugzwang bzw. das Eindringen des Königs am Königsflügel kann Schwarz nicht ausnutzen, da seine Bauern zu weit zurück sind (wer mag, kann das gerne mithilfe einer Engine prüfen). In der Partie folgte noch 42. Kb3 a4+ 43. Kxa4 Kxc4 44. Ka5 Kc5 45. Ka4 Kc4 46. Ka5 und man einigte sich auf die Punkteteilung.
Die schwierigere Variante hätte 41. … Ka4! eingeläutet. Der Zug ist gar nicht intuitiv, aber wenn Weiss nun seinen Bauern vorzieht, geht der schwarze König zurück und kassiert ihn ein, ohne seinen a-Bauern zu verlieren.

Sandor mit Schwarz wählte eine etwas anrüchige Eröffnungsvariante, in der sein Gegner eine Qualität opfern konnte, dafür aber die bessere Struktur und Angriff gegen den schwarzen König erhielt. Die Verteidigung war schwierig, der weisse Vorteil vielleicht schon sehr früh entscheidend. Beide Seiten fanden in der komplizierten Stellung nicht immer die besten Züge, aber dem Anziehenden gelang es, den Vorteil weiter auszubauen:

Schwarz hat nur noch ein minimales materielles Plus, dafür ist seine Stellung kritisch, während die weissen Figuren gut harmonieren. Es folgte mit 25. … De6? der entscheidende Fehler, aber auch nach 25. … Td6 würde sich am Ergebnis nichts mehr ändern. Es folgte 26. Le5 Tg8 27. b3 Ke7 28. Lxf6+ Kd7 29. Lxd8 – Aufgabe. Der Zwischenstand lautete nun 2.5-2.5.

Ein Spiel auf ein Tor, um dieses Bild einmal zu gebrauchen, gab es an Brett 6, leider aber gegen Thomas. In der Eröffnung erhielt Weiss Raumvorteil am Damenflügel, und Schwarz hätte nun die Stellung mühsam passiv verteidigen müssen:

Der Bauer auf c6 ist schwach, was nach dem möglichen cxb6 sehr lästig ist. Um das zu verhindern spielte Thomas daher 18. … b5. Die Festlegung des Damenflügels funktioniert aber leider nicht wie gewünscht. Weiss tauscht nun sogar freiwillig seinen aktiven Springer auf e5 und opfert temporär einen Bauern, indem er 19. Sxd7 spielte mit der Folge 19. … Dxd7 20. a4 axb4 21. axb5 Txa1 22. Txa1 cxb5 23. Ta5 h6 24. Dxb5 Dxb5 25. Txb5. Weiss kassiert den schwarzen b-Bauern und der gedeckte Freibauer auf c5 entschied in der Folge die Partie, fast schon forciert.

In seiner Partie konnte Mike nach einer Fahrlässigkeit seines Gegners einen Bauern gewinnen, allerdings war dies ein Doppelbauer und so war nicht wirklich klar, wie dieser zu verwerten war. Die Stellung war kompliziert und Weiss gab den Mehrbauern zurück, mit der Hoffnung auf aktives Spiel. Mit wenig Zeit auf der Uhr fand er dann aber nicht die besten Züge und das entstandene Bauernendspiel war bei weniger als einer Minute auf der Uhr für beide Spieler schwer zu beurteilen.

Weiss hat zwar am Königsflügel einen Bauern mehr, aber mit Doppelbauern kann man leider keinen Freibauern bilden. Dafür hat Schwarz mit seinem Mehrbauern die aktive Unterstüzung des Königs am Damenflügel. Weiss spielte hier 39. Ke3 und bot Remis an, was nach kurzem Überlegen akzeptiert wurde. Nach der Partie waren wir der Ansicht, dass Schwarz nach 39. … b5 40. Kd3 bxc4+ 41. Kxc4 Kc5 im Zugzwang ist und verliert, allerdings lässt das die Engine unbeeindruckt, welche weiterhin sagt: Remis nach 42. f5. Ob das am Brett alles gefunden worden wäre? Wer weiss. Was wir wussten: wir lagen nun 3-4 zurück.

Die letzte noch laufende Partie war Marcs, aber hier sah es schon längere Zeit sehr vielversprechend für uns aus. Durch einen Fehler seines Gegners konnte er mit den schwarzen Steinen spielend schon sehr früh einen Bauern gewinnen. In der Hoffnung auf Gegenspiel gab Weis einen weiteren Bauern für einen freien a-Bauern. Auch wenn nun beide Seiten nicht immer die optimalen Züge fanden, erreichte Schwarz schliesslich eine Gewinnstellung:

Marc selbst meint dazu: „Hier spielte ich 39. … Txa8. Stattdessen könnte ich in maximal 5. Zügen Matt setzen. Wer findet es?“
Ein schön herausgespielter Sieg und der Ausgleich zum 4:4 Endstand.

Damit bleiben wir aktuell auf Rang 4 der Gruppe West. Viel wichtiger ist aber, dass die 6 Mannschaftspunkte auch rechnerisch zum Klassenerhalt ausreichen, da die beiden letztplatzierten Mannschaften bei nur noch 2 zu spielenden Runden lediglich über 1 Mannschaftspunkt verfügen. Weiter geht es erst im August zum Auswärtsspiel in Genf.

Mike / ML

SMM 2025, 4. Runde: Valais 1 – SKKB 1          3 : 5

BrettNameEloNameEloResultat
1Ludovic Zaza2133Igor Yarmonov (s)23180 : 1
2Jean-Daniel Delacroix1941Hansjürg Känel (w)22280 : 1
3Alexan Floure1910Brian von Moos (s)17441 : 0
4Alexandre Zaza1976Sandor Kaszas (w)20170 : 1
5Jean-Paul Moret1965Jörg Brauchli (s)19240.5 : 0.5
6Jacob Planchamp1949Thomas Mani (w)19351 : 0
7Pierre Perruchaud1891Michael Weber (s)18820.5 : 0.5
8Francois Perruchaud1915Marc Tillmann (w)19210 : 1
SMM 4. Runde vom 17. Mai 2025

Ein wegweisendes Spiel bei Valais 1

Die Marschrichtung war klar; wollte man sich das Abstiegsgespenst vom Leibe halten, mussten zwei Mannschaftspunkte her. Bei der zweieinhalbstündigen Anreise nach Monthey – die wir ohne unseren Teamcaptain Mike Jäger sowie den ebenfalls verhinderten Martin Hess antreten mussten – hatten wir ausreichend Zeit, uns auf die Mission Mannschaftssieg einzuschwören.

Wie erwartet traten die mit Null Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden Gastgeber in Bestbesetzung an. So galt es, eine sehr homogene Mannschaft mit sieben 19hundertern und einem 2einser niederzuringen. ELO 15’680 gegen ELO 15’969 war dem Matchblatt zu entnehmen – ein Durchschnittswert von 1960 zu 1996 zu unseren Gunsten deutete auf einen knappen Ausgang hin.

Die Partien verliefen an allen Brettern lange Zeit sehr ausgeglichen, bis IM Hansjürg Känel nach drei Stunden beim ersten Händereichen einen vollen Punkt vermelden konnte. Wenig später zog Michael Weber mit einem Remis nach (Diagramm 1) und stellte den 0.5:1.5 Zwischenstand her.

Diagramm 1: Nach 22. …Tac8 einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf Remis.

Kurz vor 18 Uhr musste Brian von Moos die Segel streichen (Diagramm 2), was jedoch angesichts der übrigen Stellungen der noch kämpfenden „Buben“ nicht so tragisch erschien.

Diagramm 2: Nach 27. …Sg4 ist die Stellung ausgeglichen. Aber wohin mit dem König nach 28. Txe6+ ? Richtig wäre 28. …Kd7 29. T6e4, Txe4 30. Lxe4, Kd6. Brian scheute jedoch das offene Feld und entschied sich für 30. …Kf7, was sich als Fehler entpuppte. Nach 29. Ld5 ging im Minimum die Qualität verloren.

In der nächsten halben Stunde kippte die Waagschale mit einem Spielstand von 2.5:3.5 erneut auf unsere Seite: Marc Tillmann (Diagramm 3) und Sandor Kaszas (Diagramm 4) gewannen, Thomas Mani (Diagramm 5) verlor.

Diagramm 3: Anstatt 32. …e3+ 33. Ke2, d3+ 34. Ke1, Tb8 mit komplettem Verlust für Marc (!) spielte sein Kontrahent 32. …Ld7? und verlor die Partie.


Diagramm 4: Nach 18. …Sa5? gibt Schwarz 2 Figuren für einen Turm. 19. Da4, bxc3 20. bxc3, Sb3 21. Dxa6, Sxa1 22. Dxb6, Txb6 23. Txa1


Diagramm 5: Nach 21. Kf2 bot Schwarz remis an, das Thomas aber nicht annahm. Schwarz spielte 21. …Lxh3 (s. Diagramm 5), worauf Thomas auch das Läuferopfer ablehnte, da er ein Dauerschach der schwarzen Dame befürchtete und stattdessen 22. Th1 spielte. Im weiteren Verlauf wurden forciert alle Schwerfiguren abgetauscht und das Endspiel gleichfarbige Läufer mit einem Minusbauer ging nach 75 Zügen verloren, da die Umwandlung des Mehrbauern nicht mehr aufzuhalten war.

Jörg Brauchli stand deutlich schlechter und versuchte Remis zu halten (Diagramm 6); bei IM Igor Yarmonov sah es beruhigend und mindestens nach einem Remis aus. So hoffte man, schon bald mit einem knappen Mannschaftserfolg die Heimreise antreten zu können. Doch dem war nicht so. Mit weiteren „Seeschlangen“ (Partien über 66 sowie 96 Zügen) sollte es uns erst auf den Zug um 19:52 mit Ankunft in Bern um 22:25 Uhr reichen.

Diagramm 6: Nach 68. …Ld7 und einer Stellungsbewertung von über +6 fand der Walliser den Gewinnweg nicht. 10 Züge später tauschte er die Leichtfiguren und der Computer zeigte 0.0 an.

3:4 hiess es nun für die Berner und der in Zeitnot geratene Spitzenspieler fand nicht die richtigen Züge und verlor erst einen, dann auch noch einen zweiten Bauern – so dass er wenige Züge später gratulieren musste. Endstand 3:5!

SMM 2025, 3. Runde: Sion 1 – SKKB 1          3 : 5

BrettNameEloNameEloResultat
1Jean-Yves Riand1877Igor Yarmonov (s)23420 : 1
2Jeremy Duc1829Mike Jäger (w)21140 : 1
3Flavien Sola2167Gabriel Vergelin Soler (s)1 : 0
4Jean-Michel Paladini1983Hansjürg Känel (w)22260 : 1
5Vlad Popescu1990Jörg Brauchli (s)19150.5 : 0.5
6Yves Roduit1910Sandor Kaszas (w)20080 : 1
7Yann Bourban1885Thomas Mani (s)19490.5 : 0.5
8Olivier Ulmann1788Marc Tillmann (w)19211 : 0
SMM 3. Runde vom 26. April 2025

Unser erstes Auswärtsspiel in dieser Saison stand an. Die Fahrt ging nach Sion und dank dem Einsatz ihres Mannschaftsleiters wurde ein rollstuhlgängiges Spiellokal gefunden, sodass wir ohne Schwierigkeiten antreten konnten. Trotz der damit verbundenen Umstände wurden wir sehr herzlich empfangen und es konnte ein interessanter Wettkampf stattfinden. Vielen Dank hierfür!

Die erste beendete Partie resultierte in einem Unentschieden. Jörg mit Schwarz konnte das Spiel sehr ausgeglichen gestalten und liess seinem Gegner nicht die Möglichkeit, die Initiative zu übernehmen.

In der abgebildeten Stellung spielte Schwarz 19. … Dg5 und nach 20. De2 h5 21. h4 De7 einigte man sich schon auf die Punkteteilung. Zwar kann Weiss nun mit g4 den Königsflügel öffnen, aber es tauschen sich hierbei die Türme oder Schwarz erhält die f-Linie. Keiner der beiden Spieler wollte nun zu viel riskieren, daher Remis.

Auch die zweite Partie brachte noch einmal ein Remis – das letzte des Tages. Thomas spielte mit Weiss eine bekannte Variante, verlegte sich aber auf eine eher passive Spielweise. Der Rechner meint, Weiss hätte das klar bessere Spiel, aber in folgender Position

folgte 18. La1 (gemäss Engine ist 18. Sa4 deutlich besser) 18. … Se8 19. a4. Nun ist die Luft raus, der Damenflügel ist festgelegt und Weiss wird den schwarzen Bauern auf c5 nicht mehr mit dem Springer angreifen als auch die Gegenüberstellung des Turmes auf b1 und der schwarzen Dame ausnutzen können. Das damit einhergehende Remisangebot wurde akzeptiert und es stand 1-1.

Bis zur nächsten Entscheidung dauerte es noch über eine Stunde, aber dann konnte Sandor mit Weiss den ganzen Zähler einstreichen. Die weisse Bauernwalze am Königsflügel wirkte bedrohlich und Schwarz fand kein wirksames Mittel, den Angriff zu stoppen. Der Schluss der Partie ist dabei sehr sehenswert:

Es droht 34. g7 mit Figurengewinn, und Schwarz meinte, dass der Doppelangriff nach 33. … Kg8 34. g7 f3 35. Lxf3 Td3 noch das Gleichgewicht hält. Aber nun folgt 36. Th3 Ted8 37. Lh5 (droht 38. Lf7 mit Matt) 37. … Lxg7 38. Lf7+ (trotzdem!) und Schwarz gab auf, da nach 38. … Kh8/f8 39. hxg7 matt folgt.

Kurz darauf gab es noch einen Sieg für uns zu verzeichnen. Hansjürg hatte gegen seinen Gegner einen ordentlichen Zeit- und auch Stellungsvorteil herausgespielt. Mit wenig Zeit war für seinen Gegner die Stellung schliesslich nicht mehr zu halten und so lagen wir 3-1 in Führung.

Den Anschlusspunkt für die Gastgeber gab es an Brett drei. Gabriel hatte es mit dem nominell stärksten Spieler zu tun. Zwar konnte er lange dagegenhalten, aber am Ende erwiesen sich die weissen Vorteile in der Position als entscheidend. Vom Partieverlauf her gesehen ein gelungener Einstand in unserer ersten Mannschaft.

In den restlichen drei Partien standen wir nirgends schlechter, daher schien ein Sieg in greifbarer Nähe. Igor mit Schwarz hatte in einer ruhigen Partie lange Zeit eine eher passive Position, konnte aber im Übergang ins Endspiel seine Figuren Schritt für Schritt aktiver positionieren.

Der Bauer auf g7 ist schwach, aber durch den Bauern auf f4 kann Weiss ihn nicht mit seinem Läufer angreifen. Nach 35. … Sf5 deckt der Springer diesen Bauern zuverlässig und kann auch von diesem Feld nicht mehr vertrieben werden, allenfalls unter Qualitätsopfer. Da die Türme nun nicht mehr gebunden sind, kann Schwarz sich an die Belagerung des isolierten Bauern auf d4 machen. Es folgte 36. Lc3 Tf8 37. Te1 Tf6 38. Tg4 Th3+ 39. Kc2 Tf8 40. Kb2 Tc8 41. Tc1 Tc4 und die schwarzen Figuren stehen ideal. Den Rest wollte sich Weiss nicht zeigen lassen und so gingen wir 4-2 in Führung.

Auch die vorletzte Partie brachte uns einen vollen Zähler ein, womit der Matchsieg unter Dach und Fach war. Aus der Eröffnung heraus erspielte sich Mike mit Weiss einen Vorteil, den er bis zu einer Gewinnstellung verdichten konnte. Der Rechner will mittels Bauernhebeln am Königsflügel die Stellung öffnen und sagt: Weiss gewinnt. In der Partie spielte Mike aber zu vorsichtig und es kam zu folgender Position

Weiss steht immer noch ein wenig besser, aber etwas Konkretes droht nicht. Schwarz wollte nun die Partie vereinfachen und spielte 34. … f5, übersah aber, dass nach 35. exf5 Txf5 einfach 36. Le6 folgt. Nach 36. … Se7 muss Weiss noch aufpassen, da nach 37. Lxf5 Sxf5 der Springer einiges Gegenspiel organisiert (z.B. ist Sh5+ mit möglicher Gabel immer unangenehm). Aber es kam einfacher 37. Lxd7. Die Mehrqualität konnte Weiss dann bald verwerten.

Marc (weiss) stand in seiner Partie lange Zeit gut, patzte dann aber im Endspiel und landete in einer Position mit Minusbauern und gleichfarbigen Läufern, was aber immer noch hätte haltbar sein sollen.

Die Stellung ist kritisch, aber es ist nicht zu sehen, wie Schwarz Fortschritte machen soll. Weiss muss die Figuren so aufstellen, dass immer eine Figur den Bauern auf f5 deckt und die andere hierbei unterstützen kann. Der schwarze Läufer kann z.B. nicht gleichzeitig f5 angreifen und dem weissen König das Feld g4 verwehren. Allerdings unterlief Weiss nun ein Fehler, denn statt 66. Kg4 spielte er 66. Lg6. Das Problem ist hierbei, dass der Läufer keine Felder mehr hat, einem Abtausch zu entgehen. Es folgte 66. … Ke7 67. Kg4 Le8 68. Lh7 Kf8 69. Lg6 Lf7 70. Kh5 Kg7, Weiss gab auf.

Damit stand es am Ende 5-3 aus unserer Sicht und wir konnten den ersten Mannschaftssieg in dieser Saison feiern. Die zwei Mannschaftspunkte sind im Kampf gegen den Abstieg sehr wichtig, reichen wird es aber noch nicht. Insofern hoffe ich, dass uns dieser Sieg den nötigen Schwung für die kommenden Runden geben wird.

Mike / ML

SMM 2025, 2. Runde: SKKB 1 – Neuchâtel 1          4 : 4

BrettNameEloNameEloResultat
1Mike Jäger (w)2114Roman Tkhoruk18961 : 0
2Brian von Moos (s)1736Raphael Erne21640 : 1
3Hansjürg Känel (w)2226Luca Srdjenovic18821 : 0
4Igor Yarmonov (s)2342Didier Leuba21690.5 : 0.5
5Sandor Kaszas (w)2008Roland Hauser20260.5 : 0.5
6Martin Hess (s)1905Bertrand Banderet19420 : 1
7Marc Tillmann (w)1921Mohamad Al-Dourobi17701 : 0
8Michael Weber (s)1898Elias Girardin17720 : 1
SMM 2. Runde vom 5. April 2025

Mit Neuchâtel als Gegner stand uns eine Begegnung bevor, aus der wir im Hinblick auf das Ziel Klassenerhalt nicht als Verlierer hervorgehen sollten. Mit Thomas und Jörg fehlten uns zwei Stammspieler, dafür hatten Brian und Michael ihren ersten Einsatz in dieser Saison.

Der Anfang gestaltete sich alles andere als erfreulich. Zwar verliefen alle Partien anfangs recht ausgeglichen, doch die ersten beiden Punkte gingen an die Gäste.

An Brett 8 hatte Michael gegen seinen jungen Gegner nach einem Fehler das Nachsehen. Und auch Brian an Brett 2 hatte einen schweren Stand. Sein nominell viel stärkerer Gegner konnte zuerst nichts Konkretes aus der Stellung herausholen, hielt die Stellung aber kompliziert und es entstand eine Position mit ungleichem Materialverhältnis, 2 Leichtfiguren auf der einen, Turm plus Bauer auf der anderen Seite. Mit der Zeit kamen die weissen Bauern im Zentrum aber mehr und mehr zur Geltung, während Brians Freibauer auf der a-Linie leider keine aktive Rolle übernehmen konnte. Am Ende kostete das Eindringen der weissen Figuren in die gegnerische Stellung zu viel Material und so lagen wir 0-2 zurück.

Marc war mit seiner Partieanlage nicht sehr glücklich, wie er nachträglich meinte, aber es war sein Gegner, der letztlich fehlgriff.

„Ich spielte hier 29. exd5?? Das verliert! Mein Gegner hatte Bedauern und er spielt 29. … Lxd5?? Das Bauernendspiel ist nun für Weiss gewonnen.“ Es folgte 30.Lxd5 cxd5 31. dxc5 Ke7 32. Kf2 Kd7 33. Ke3 Kc7 34. Kd4 Kc6 35. a4 a5 36. h4 und Schwarz gab auf.

Mike mit Weiss entkorkte in der Eröffnung einen miserablen Zug, der aber glücklicherweise unbestraft blieb. Stattdessen unterlief kurz darauf seinem Gegner eine Ungenauigkeit und Weiss gewann einen Bauern. Die Umsetzung gestaltete sich aber nicht allzu leicht, da Schwarz immer wieder gute Verteidigungszüge fand. In der folgenden Stellung

will Weiss das Damenschach auf d5 verhindern und den Angriff auf den Turm a8 ausnutzen, weshalb 35. Tbd7 geschah. Daraufhin spielte Schwarz 35. … Tab8 (nach 35. … Txf7 36. Dxf7+ Kh8 hat es Weiss schwerer), was allerdings den a5-Bauern ungedeckt lässt. Jetzt kann Weiss in ein leicht gewonnenes Endspiel Dame gegen zwei Türme abwickeln mit 36. Df4 Db2 37. Txg7+ Dxg7 38. Txg7+ Kxg7 39. Dc7+ Kf6 40. Dxa5 und die beiden weissen Freibauern am Damenflügel entscheiden die Partie.

Der Zwischenstand von 2-2 war ein wenig beruhigend, allerdings sah es in den noch laufenden Partien nicht so aus, als sollten uns noch grosse Kunststücke gelingen. Niemand stand besser, dafür war der Verlust von Martin in seiner Partie abzusehen. Zwar war ein initialer Bauerngewinn seines Gegners nicht kritisch, da Schwarz über ausreichend Spiel zur Kompensation verfügte, aber in der Folge konnte sich Weiss konsolidieren und der Materialvorteil fiel immer mehr ins Gewicht. Im entstandenen Endspiel mit Turm+Läufer auf beiden Seiten ging letztlich weiteres Material verloren und unser Gegner ging wieder in Führung.

Igor stand ausgangs der Eröffnung nicht wirklich gut und wickelte in eine endspielartige Position mit einem Minusbauern ab. Die Verwertung desselben war aber alles andere als einfach und Schwarz fand genügend Ressourcen, um Gegenspiel zu organisieren. Es kam zu folgender Position

in der Weiss nun ungeduldig wurde und 33. g4 spielte. Danach genügt das schwarze Spiel auf der h-Linie, um die Punkteteilung zu sichern: 33. … Th8 34. Th1 Th7 35. Tcg1 Teh8 36. gxh5 Txh5 und es gibt kein Vorankommen mehr. Remis.

Sandors Partie war irgendwann aus den Fugen geraten. Stand im Mittelspiel der Läufer seines Gegners auf h4 auf vermeintlich verlorenem Posten und musste „nur“ noch abgeholt werden, gab es bei der Umsetzung komplizierte Varianten zu berechnen. Ein Fehler führte dazu, dass Schwarz eigentlich entscheidenden Vorteil hatte, allerdings revanchierte er sich in der Folge und liess Weiss seine Figuren wieder ins Spiel bringen. Konkret geschah hier

der Zug 46. … Te4, wonach der Turm ein wenig unglücklich steht und kein nützlicher Abzug droht. Daher spielt Weiss 47. Lf6+ Kg8 48. Th8+ Kf7 49. Th7+ Ke8 50. Kd1? (eine Ungenauigkeit) Tg4 51. Te7+ Kf8 52. Td7 und Weiss hält das Gleichgewicht. Auch hier ein Remis.

Damit stand es bei noch einer laufenden Partie 3-4 gegen uns und auch bei Hansjürg sah es lange nicht so aus, als würde der Vorteil zu einem Sieg genügen. Aber mit wenig verbliebener Zeit für seinen Gegner spielte er weiter und stellte immer wieder Probleme, was letztlich zum Erfolg führte. Der Gewinn der letzten gegnerischen Leichtfigur verhiess zwar ein materielles Plus, aber mit nur noch einem gegen drei Bauern und Damen auf beiden Seiten wäre die Realisierung des Vorteils noch sehr schwierig geworden. Zu unserem Glück übersah Schwarz schliesslich eine Variante, in der Weiss die Damen tauschen und ein leicht gewonnenes Endspiel erhält. Hier liess sich Hansjürg nicht zweimal bitten und sicherte uns den vollen Zähler zum 4-4 Endstand.

Am Ende ein hart erkämpftes Unentschieden, im Rückblick wohl auch ein gerechtes Ergebnis. Somit haben wir nun einen Mannschaftspunkt auf unserem Konto und die Gewissheit, uns in den folgenden Runden steigern zu müssen.

Mike / ML

SMM 2025, 1. Runde: SKKB 1 – Fribourg 1          2 : 6

BrettNameEloNameEloResultat
1Igor Yarmonov (w)2342Sylvain Julmy21790 : 1
2Jörg Brauchli (s)1915Yves Deschenaux21210.5 : 0.5
3Hansjürg Känel (w)2226Salvatore Cruceli20830.5 : 0.5
4Marc Tillmann (s)1921Joseph Edoecs20350 : 1
5Mike Jäger (w)2114Bernard Deschenaux20021 : 0
6Martin Hess (s)1905Thierry Bonferroni19650 : 1
7Thomas Mani (w)1949Achim Schneuwly19430 : 1
8Nahom Demoz (s)1738Marius Cornée18940 : 1
SMM 1. Runde vom 22.März 2025

Der Start in die SMM 2025 ist uns gegen die stark aufspielende Equipe aus Fribourg ordentlich misslungen und wir wurden mit 2-6 „abgewatscht“. Damit wird umso klarer, dass es eine harte Saison für uns werden wird, in der wir uns für das Ziel Klassenerhalt noch um einiges steigern müssen. Aber zum Ablauf:
Der Start liess sich gut an, denn Jörg konnte am zweiten Brett gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner das Gleichgewicht sehr leicht halten, und als die Stellung in ein ausgeglichenes Doppelläuferendspiel mündete, einigte man sich auf Remis.

In der abgebildeten Stellung entschloss sich Weiss zum Turmtausch mit 21. Txd8, aber nach 21. … Lxd8 22. f4 Le7 23. e3 g4 ist nicht mehr viel los. Remis am Schwarzbrett, das lief noch wie geschmiert.

Aber schon die zweite entschiedene Partie sollte symptomatisch für den weiteren Verlauf werden. Igor stand in der Eröffnung gut, aber eine unglückliche Abwicklung erlaubte es Schwarz, einen Freibauern auf der d-Linie bis auf die dritte Reihe zu bringen. Ab hier war die weisse Stellung schon kritisch:

Es hätte nun unbedingt 29. Dc3 folgen müssen, wonach Weiss vielleicht noch ein wenig schummeln kann. Nach dem Partiezug 29. Dd1? folgt aber 29. … La6 und Weiss kann kein Gegenspiel mehr organisieren, der Sf6 kann nun entscheidend ins Spiel eingreifen. Nach 30. g3 Se2+ 31. Kg2 Sd5 32. Se4 Dxe4 gab sich Weiss geschlagen, da die Gabel auf e3 die Partie für Schwarz gewinnt.

Hansjürg spielte an 3 eine sehr solide Partie und belagerte den isolierten schwarzen b-Bauern. Sein Gegner verteidigte sich aber korrekt und bot schliesslich die Punkteteilung an. Auch wenn diese zuerst noch ausgeschlagen wurde, ergab sich im weiteren Verlauf der Partie keine wirkliche Möglichkeit, auf Vorteil zu spielen, und so kam es ein wenig später dennoch zum Remis.

Wenig Glück hatte Martin in seiner Partie. Schon im 7. Zug unterlief ihm eine Ungenauigkeit, wonach er mit der schlechteren Stellung zu kämpfen hatte. Das Streben nach aktivem Spiel und sich damit ergebenden Chancen brachte nicht viel ein und sein Gegner konnte seinen Vorteil stetig vergrössern. Am Ende blieb mit schon beträchtlichem Materialnachteil nur die Aufgabe. Damit lagen wir schon 1-3 hinten.

In seiner ersten Partie in der ersten Mannschaft ging Nahom ambitioniert zu Werke, spielte beherzt auf Angriff gegen den weissen König, vernachlässigte dabei aber die Sicherheit seines eigenen Monarchen. Und so war es am Ende sein Gegner, der seine Figuren mit gleichzeitigem Angriff auf den König immer besser positionieren konnte. Schliesslich gab es keine Möglichkeit mehr, den Laden zusammenzuhalten und wir hatten schon die dritte Niederlage an diesem Spieltag zu beklagen.

Einen spannenden Kampf lieferte sich Mike mit seinem Gegner. Die Eröffnung verlief ein wenig unkonventionell und beide Seiten hatten zwischenzeitlich Vorteil nachzuweisen. Schliesslich kam es zu einer Position, in der Schwarz am Damenflügel spielte und durch einen Freibauern auf der c-Linie in Marsch setzte und Weiss sein Heil am Königsflügel und Spiel gegen den gegnerischen König suchte. Zu unserem Glück unterliefen Schwarz hier ein paar Versehen und es kam zu folgender Stellung:

Der Rechner sieht Weiss entscheidend in Vorteil, aber mit 40. … Tb2+ hätte Schwarz auf Remis spielen sollen. Der Freibauer auf der c-Linie, so stark er auch aussieht, genügt nicht zum Ausgleich für Schwarz, welcher mit 40. … Sc5 den Springer in Sicherheit bringen wollte und auf den Bauern setzte. Das erlaubt Weiss aber folgende Abwicklung: 41. Lf5 Tb2+ 42. Kg1 Tb1+ 43. Kg2 Tb2+ 44. Kh3 Tf2 45. Tc6+ Txf5 46. Txc5 – nicht die beste, aber die einfachste Abwicklung. Es tauschen sich alle Leichtfiguren und im entstehenden Turmendspiel hat Weiss bald 3 Mehrbauern. Daher gab Schwarz auf. Der Anschlusstreffer zum 2-4.

Es liefen noch zwei Partien, in denen wir zwei Siege benötigt hätten. Marc (mit Schwarz) wählte in seiner Partie auch eine chancenreiche, aber sehr komplizierte Abwicklung und erhielt so eine Figur für 3 Bauern:

Marc selbst meint zu dieser Stellung: „Nach 16. …. Ld4 stehe ich klar besser!“. Es folgte jedoch 16. … Le6 17. Sdf6+ Kh8 18. Dh5 Txf6 19. Sxf6 Dxf6 20. Dxc5 mit materiell ausgeglichener, aber sehr komplizierter Stellung. Ein Remisangebot seines Gegner schlug Marc in Anbetracht des Gesamtstandes aus, was schliesslich nicht belohnt wurde. Nach einigen Ungenauigkeiten wurde die Position immer schwieriger zu spielen, am Ende war der Übergang in ein Endspiel mit einer Minusqualität erzwungen. Eine kleine Abwicklung erlaubte zwar noch das Erreichen eines Turmendspiels mit nur einem Minusbauern. Hier waren die Remischancen aber fast 0, denn der weisse Freibauer und die schlechte Königsstellung verhiessen nichts Gutes. Den technischen Part wickelte Marcs Gegner souverän ab und so mussten wir hier sogar eine Niederlage quittieren.

Auch bei Thomas (mit Weiss) wurde die lange Zeit gleiche Stellung immer kritischer. Auf Remis zu spielen, kam wegen des Spielstandes kaum in Frage, und auch hier rächte sich das Weiterspielen in einer langen Partie mit schlechterer Stellung.

In der abgebildeten Position gilt es, die stärkste schwarze Figur zu tauschen: den Läufer auf b2. Danach hätte Weiss ggf. noch auf ein Remis hoffen können. Aber nach dem fehlerhaften 25. Tfd1 kann der Läufer das für ihn ideale Feld d4 mit 25. … Ld4 besetzen. Es folgte 26. g3 g6 27. Kg2 Le6 und nach dem Tausch des wichtigen Springers auf c4 fällt die weisse Stellung auseinander, da die Freibauern dann ziehen und der Turm auf b2 mit hässlichen Drohungen gegen f2 eindringen kann. Am Ende war die Position mit zwei Minusbauern und paralysierten Figuren nicht mehr zu verteidigen und so gratulierten wir unseren Gästen zum verdienten Sieg.

In der nächsten Runde müssen wir dann zusehen, mehr aus unseren Chancen zu machen und etwas Zählbares für unser Punktekonto tun.

Mike / ML

SKKB 1, 1. Liga Nordwest

SMM 2024, 7. Runde: SKKB 1 – Biel SG 1                                                       7 : 1

BrettNameEloNameEloResultat
1Igor Yarmonov (w)2342Nicolas Ammeter (U-16)14631 : 0
2Urs Härdi (s)1469Bruno Niederöst22430 : 1
3Hansjürg Känel (w)2258Sascha Alexander Schwery (U-16)14251 : 0
4Mike Jäger (s)2089Igor Dzakula13781 : 0
5Sandor Kaszas (w)1955Jeremy Mage1 : 0
6Manuel Koller1 : 0 FF
7Marc Tillmann1 : 0 FF
8Theo Rimann1 : 0 FF
SMM 7. Runde vom 14. Sep. 2024

In der Schlussrunde der SMM ging es für uns um nicht mehr viel, da das Saisonziel, der Klassenerhalt, schon gesichert war. Allerdings wollten wir uns dennoch kämpferisch zeigen, da wir mit einem Sieg den 4. Tabellenplatz behaupten konnten.

Unser Gegner reiste mit nur 5 Spielern an, weshalb wir mit einer komfortablen 3:0 Führung in die Begegnung gestartet sind. Die restlichen 5 Begegnungen boten interessante Partien und wurden auch allesamt entschieden.

Zuerst konnte Igor (weiss) seinen Gegner zur Aufgabe zwingen:

Weiss steht schon klar besser, die Fesselung des Sc6 ist unangenehm, aber nach 17. … a6 18. e6! steht Weiss schon auf Gewinn. Den technischen Teil realisierte Weiss ohne Probleme.

Kurz darauf folgte der Sieg von Hansjürg. Er kontrollierte die schwarzen Felder und sein Angriff am Damenflügel gegen den lang rochierten König führte schnell zum Erfolg.

Die dritte entschiedene Partie war die von Mike (schwarz). Die Stellung war ausnahmsweise einmal taktisch geprägt und in der Diagrammstellung

entschied sich Schwarz zu 14. … Sb4. Das Opfer von Bauer und Qualität ist gemäss Engine korrekt, und Weiss hätte nun am besten 15. Sxb4 gespielt. Es folgte aber 15. Sxe7+ Kf8 16. Sxc8 Txc8 und gegen die aktiven schwarzen Figuren hatte Weiss nun keine Verteidigung mehr. Nach 17. Kc1 Sxa2+ (17. … Dxa2 sieht verlockend aus, da die Dame tabu ist, aber die Fortsetzung ist leider nicht so zwingend wie der Partiezug. Auch 17. … Txc3 hatte seinen Reiz, wobei die Stellung nach 18. bxc3 Sxa2+ 19. Kd2 Sxc3 schwer zu berechnen war) 18. Sxa2 Lxb2+ gab Weiss auf, da er mattgesetzt wird.

In Sandors Partie erlangte sein Gegner früh Materialvorteil, verlor dann aber in den selbst heraufbeschworenen Verwicklungen die Übersicht. Letztlich schlug der weisse Angriff durch. Das Mattbild ist ein Diagramm wert.

Damit stand es nun 7:0 für uns, das „verbesserte“ Saisonziel sollte also auch schon erreicht gewesen sein.

Die letzte Partie wurde von Urs an Brett zwei hart ausgefochten. Leider reichte es am Ende nicht ganz, denn das Entlastungsopfer entpuppte sich als falsch und so hatten wir hier unsere einzige Niederlage des Spieltages zu vermelden, wohlgemerkt aber gegen den nominell stärksten Bieler Spieler.

Insgesamt können wir mit der Saison sehr zufrieden sein. Jeder Spieler hat sich für die Mannschaft engagiert, der Teamgeist wurde hochgehalten, und auch bei knapper „Personaldecke“ konnten wir immer starken Ersatz finden. Vielen Dank an dieser Stelle an alle beteiligten Spieler. Eine nachträgliche Auswertung mit mehr Zahlen folgt sicher noch.

SMM 2024, 6. Runde: Sorab 1 – SKKB 1                                                         2.5 : 5.5

BrettNameEloNameEloResultat
1Zeljko Stankkovic2286Mario Rösch (s)22311 : 0
2Max Scherer2231Igor Yarmonov (w)23421/2 : 1/2
3Simon Klotz1950Hansjürg Känel (s)22580 : 1
4Mario Hänggi1864Mike Jäger (w)20890 : 1
5Jens Markus Alber1843Sandor Kaszas (s)19550 : 1
6Irena Filipovic1863Martin Hess (w)18571 : 0
7Akin Akis1734Marc Tillmann (s)18370 : 1
8Slavoljub Andjelkovic1792Jörg Brauchli (w)18560 : 1
SMM 6. Runde vom 24. Aug. 29024

Mit dem Zug ging es nach Basel und es versprach ein sonniger und heisser Tag zu werden – draussen wie auch im Spiellokal. Wir konnten sozusagen mit Bestbesetzung antreten und gingen auch recht schnell in Führung. Marc und Jörg verschafften uns einen 2:0 Vorsprung, was für die restlichen Bretter von enormem Vorteil war.

In der abgebildeten Stellung steht Marc schon deutlich besser. Aber mit 22. f4 unterlief Weiss ein gehöriger Fehler und nach 22. … Lh4 verliert er bei schlechterer Stellung die Qualität. Das wollte er sich dann nicht weiter zeigen lassen und streckte die Waffen.

Jörg seinerseits konnte eine sehr aktive Stellung erlangen, in der sein Gegner den Kopf verlor und mit 17. … Sxe5 18. fxe5 den Punkt f7 schon nicht mehr verteidigen kann. Nach 18. … Se4 konnte sich Weiss dennoch auf f7 bedienen, wählte aber lieber den Bauerngewinn nach 19. Sxe4 und fuhr die nun auch materiell besser stehende Partie sicher nach Hause.

Weniger zufrieden konnte Martin mit seinem Ergebnis sein. Hatte er sich anfangs eine sehr gute und auch aktive Position erarbeitet, entglitt ihm die Partie Stück für Stück. Er selbst sagte dazu „Bis ca. 90 min nach Spielbeginn bzw. bis zum 26. Zug hatte ich mit druckvollem Spiel die Partie eigentlich im Griff… Statt des Turms setzte ich den Springer auf d6 wonach die Partie eigentlich ins Remis verflachte … „eigentlich“ weil sie nach dem Damentausch (statt -rückzugs) dann nach ca. 2 h kippte. Ab dem 35. Zug  war es für die nächsten 25 Züge bzw. Spielstunde dann nur noch „Walking Dead“ „. Somit stand es 2:1.

Die Führung ausbauen konnte aber gleich im Anschluss Sandor. In der folgenden Position

stand er schon nahezu auf Gewinn. Der Mehrbauer und das aktive Spiel sollten hier den vollen Punkt verheissen. Weiss hatte gerade 27. h4 gespielt und damit ist die Partie praktisch verloren, da der Bauer auf e4 auch noch verloren geht. Mit 27. Taf1 hätte er noch mehr Gegenwehr leisten können, auch wenn dann 27. … Se3 sehr unangenehm wäre. Die Verwertung des Materialvorteils war dann nur noch reine Formsache.

Fast gleichzeitig endeten dann die Partien an Brett 3 und 4. Hansjürg hatte eine taktische Stellung auf dem Brett. Sein Gegner spielte sehr aggressiv und opferte einen Springer für offene Linien gegen den schwarzen König. Das eröffnete zwar Chancen, aber Hansjürg liess hier nichts anbrennen, gab die Dame gegen zwei Türme und hatte dann dank der Mehrfigur eine stabile Position, die technisch klar gewonnen war. Auf Schwindelchancen mit einem Freibauer fiel er nicht herein, konnte seinerseits um den weissen König ein Mattnetz spinnen und sein Gegner musste aufgeben.

Mike stand ausgangs der Eröffnung sehr gut, hatte die klar bessere Position und einen Mehrbauern. Allerdings war der Übergang in ein Turmendspiel wohl verfehlt, der Mehrbauer war wenig wert und so wurde das Heil in der Abwicklung in ein Damenendspiel gesucht. Es entstand folgende Position

Der weisse Bauer auf b3 ist gedeckt, der schwarze König steht zu weit weg von den Bauern, als dass sich Schwarz den Abtausch der Damen leisten könnte. Die Frage ist nun, ob es Weiss gelingt, mit dem König zu seiner Dame zu gelangen oder diese aktiv ins Spiel einzubinden. Das ist allerdings schwierig, da Schachgebote auf der 7. Reihe mit Damenverlust sehr gefährlich sind. Der Rechner sagt, dass Schwarz hier das Unentschieden durch Dauerschach halten kann, selbst wenn er den Bauern auf c6 noch verliert. Für einen Menschen ist das am Brett aber fast nicht zu finden und so hatten wir hier das Glück des Tüchtigen und gingen 5:1 in Führung.

Mit dem Mannschaftssieg in der Tasche sah es an den verbleibenden zwei Brettern aber nicht mehr ganz so rosig aus. Igor hatte ein Endspiel mit einem sehr passiven Springer zu verteidigen und musste hoffen, dass er seine Bauern günstig gegen die gegnerischen tauschen könnte, um dann in ein Unentschieden zu entkommen. Nach deutlich über 4 Stunden Spielzeit gelang das am Ende auch und so konnten wir sogar noch einen halben Zähler zu unserem Punktekonto hinzufügen.

Mario seinerseits hatte nach sehr komplizierten Spiel in ein Turmendspiel abwickeln müssen, in dem er zwei Minusbauern zu verzeichnen hatte. Obschon objektiv gewonnen war die Verwertung des Vorteils für seinen Gegner immer noch sehr kompliziert und es gab noch einige genaue Züge zu finden. Aber letztlich gelang ihm dies und für uns blieb leider nur der Verlust einer hart umkämpften Partie.

Mit dem Mannschaftssieg ist der Klassenerhalt nun gesichert. In der Tat rangieren wir sogar auf dem 4. Platz der Tabelle, und wenn wir in der letzten Runde ähnlich gut spielen sollten, dann gelingt es uns vielleicht sogar, die Saison in der vorderen Tabellenhälfte abzuschliessen.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle noch an die Gastgeber. Wir wurden sehr freundlich empfangen, die Versorgung mit Getränken und Snacks war hervorragend, und auch wenn es im Clubhaus, in dem wir gespielt haben, zeitgleich eine mit lauter Musik untermalte Parallelveranstaltung gab, so haben wir dennoch selten ein Auswärtsspiel so positiv wahrgenommen.

Mike Jäger

SMM 2024, 5. Runde: SKKB 1 – Trümmerfeld 1                                          2.5 : 5.5

BrettNameEloNameEloResultat
1Igor Yarmonov (w)2337Julian K. Arni1 – 0
2Jörg Brauchli (s)1858Thadeus Frei21330 – 1
3Hansjürg Känel (w)2256Heinz Wirz20771/2 : 1/2
4Martin Hess (s)1879Christian Terraz20240 – 1
5Sandor Kaszas (w)2011Antoni Grzeskowiak19100 – 1
6Mike Jäger (s)2107Benedikt Feldges19771/2 : 1/2
7Marc Tillmann (w)1849Noah Rosen18720 – 1
8Theo Rimann (s)1638Bernd Sperzel19141/2 : 1/2
SMM 5. Runde vom 22. Juni 2024

Caissa war an diesem Spieltag nicht auf unserer Seite. Das Ergebnis geht am Ende in Ordnung, in der Höhe spiegelt es aber nicht wider, dass wir durchaus unsere Chancen hatten.
Soweit möglich versucht der Bericht dem zeitlichen Ablauf zu folgen, aber da ich mit der Verteidigung meiner furchtbaren Stellung vollauf beschäftigt war, mag das nicht zu 100% der Fall sein.

Die erste beendete Parte brachte uns einen halben Punkt. Hansjürg spielte wie letztes Jahr gehen Heinz und stand gut, aber die Remisbreite wurde nie verlassen und so gab es hier den Friedensschluss.

An Brett 4 geriet Martin allmählich unter die Räder und musste schliesslich seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Ähnlich verlief es an Brett 2, wo Jörg lange Zeit eine gute Stellung hatte, dann aber im Mittelspiel den Faden verlor und ebenfalls aufgeben musste.

Zu seinem Debut kam Theo und hatte an Brett 8 keinen leichten Gegner, spielte aber eine sehr solide Partie und stand nie kritisch. Obwohl sein Gegner anfangs ein Remisangebot noch ausgeschlagen hatte, kam es hier letztlich doch zur Punkteteilung.

Dem Schreiber dieser Zeilen ist das Kunststück gelungen, trotz Mehrbauern in eine so kritische Stellung zu kommen, dass es nur noch galt, einzige Züge zu finden, um nicht gleich die Segel streichen zu müssen.

In der abgebildeten Stellung ist die Übermacht des Anziehenden auf den schwarzen Feldern offensichtlich und es ist nicht einfach, noch brauchbare Züge zu finden. Mit 27. … f6 lassen sich die direkten Drohungen vorerst abwehren, allerdings wäre 27. … f5 stärker gewesen, da dies Weiss nicht die Option lässt, irgendwann später auf f6 zu schlagen, sondern dies gleich tun muss. Die Zeit wurde auf beiden Seiten knapp und in deutlich besserer Stellung bot Weiss dann Remis an, welches dankend angenommen wurde.

Es stand nun also 1,5 – 3,5 gegen uns, aber an den Brettern 1 und 7 standen wir besser, weshalb noch berechtigte Hoffnung bestand, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Den Anschluss schaffte fast erwartungsgemäss Igor, der eine sehr souveräne Partie spielte. In der folgenden Stellung steht er schon klar besser: besetzte a-Linie, starker Läufer auf der Diagonale h3-c8, schwache schwarze Bauern auf d5 und b5 und ein irgendwie unglücklich rumstehender schwarzer Springer.


So ist es verständlich, dass Schwarz die Stellung vereinfachen wollte. Mit 28. … Lc6 ging das aber nach hinten los, denn nach 29. Txc7 Txc7 30. Le6+ Kf8 31. Lxd5 hat Weiss schon materiellen Vorteil, welcher konsequent verwertet wurde.

Leider kamen dann aber keine Punkte mehr zu unserem Konto hinzu.

Auf Sandors Brett entstand eine Stellung mit entgegengesetzten Rochaden und während Weiss am Königflügel aktiv wurde, versuche Schwarz sein Glück am Damenflügel. Und leider hatte letzterer damit auch das bessere Ende für sich, womit die Begegnung entschieden war: 2,5 – 4,5 aus unserer Sicht.

Die längste Partie spielte dieses Mal Marc. Und es sah ausgangs des Mittelspiels so aus, als hätte er seinen Gegner überspielt.

Mittels 38. Sd5 würde die Überlastung der schwarzen Figuren schön zur Schau gestellt. Das Schach auf der Grundreihe bringt nichts, da der Lg1 tabu ist, und den Springer auf d5 kann man auch nicht schlagen. Einzig 38. … Kg7 würde die schwarze Position noch am Leben erhalten, aber auch hier kann Weiss z.B. mit 39. b4 weiter auf Angriff spielen, bei sehr guter Stellung.
Es kam aber anders. Mit 38. Kc2 Txe7 war der starke Bauer auf e7 dahin. Das Ganze endete dann in einem Turmendspiel, bei dem sich dann die schwarzen Bauern als schneller herausstellten, was den Verlauf der Partie völlig auf den Kopf stellte. Statt Gewinn gab es hier sogar eine Niederlage.

Den Wermutstropfen haben wir dann aber beim anschliessenden gemeinsamen Essen schnell verdaut und hoffen, dass wir uns in den letzten beiden Runden besser präsentieren werden.

Mike Jäger / ML

SMM 2024, Runde 4: Thun 1 – SKKB 1                                                                4 : 4

BrettNameEloNameEloResultat
1Stefan Morgenthaler1964Igor Yarmonov (s)23370 : 1
2Martijn Engelberts2299Mario Rösch (w)22220 : 1
3Hugo Kalbermatter2135Manuel Koller (s)17291 : 0
4Bernhard Meyer2131Hansjürg Känel (w)22590 : 1
5Simon Künzli1899Michael Weber (s)18621/2 : 1/2
6Rambert Bellmann2047Mike Jäger (w)21071 : 0
7Samuel Büchel1918Jörg Brauchli (s)18581/2 : 1/2
8Ledion Rexhepi1803Martin Hess (w)18791 : 0
SMM 4. Runde vom 25. Mai 2024

Am vierten Spieltag waren wir zu Gast in Thun. Auch wenn das Wetter sehr schön war, stand uns doch eher ein harter Kampf im „sonnengeschützten“ Spielsaal bevor. Im Kampf für den Klassenerhalt wollten wir auf keinen Fall verlieren. Allerdings war dieses Ziel ausfallbedingt kein leichtes. Dankenswerterweise sind hier Mario und Manuel kurzfristig für uns in die Bresche gesprungen und haben uns verstärkt, und auch Martin hat sich kurz nach Rückkehr von seiner Auslandsdienstreise für uns ans Brett gesetzt. Die Stimmung im Team war somit sehr gut.
Eigentlich wollten wir an den Weissbrettern punkten, aber es kam alles ein wenig anders. Thun hatte ein starke Aufstellung und obwohl wir an den vorderen Brettern gut vorlegen konnten, gestalteten sich die Partien an den hinteren Brettern nicht zu unseren Gunsten.

Zum Spielverlauf:
Trotz starker Gegenwehr geriet Manuel an Brett drei gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner in eine schlechtere Stellung, die er nicht halten konnte. Fast gleichzeitig zur Aufgabe in dieser Partie konnte Hansjürg für uns ausgleichen. Sein Gegner verlor ein paar Bauern und hatte dann keine Lust, sich den Rest noch zeigen zu lassen.

Nach weiteren ca. 90 Minuten Spielzeit gingen wir in Führung. Igor hatte in seiner taktisch angelegten Partie sehr schön ausnutzen können, dass sein Gegenüber nicht die besten Züge gefunden hatte.

Mario konnte unsere Führung danach sogar noch ausbauen. Die Anfangsphase der Partie verlief ein wenig undurchsichtig, aber im weiteren Verlauf verfolgte Martijn einen nicht korrekten Plan. So kam es zu folgender Stellung:

Nach dem weissen Zug 1. Kh1 ist es für Schwarz nicht mehr so einfach, einen guten Zug zu finden, z.B. kann auf Sg7 folgen: 2. Sf4+ gxf4 3. Dg6+ Kxe5 4. Dxg7+ und Weiss sollte den schwarzen König zur Strecke bringen. Nach dem Partiezug 1. … Dxf2 ist wegen 2. Dc4# aber sofort Schluss.

Damit war es vorbei mit vollen Punkten für uns. Michael konnte seine Schwarzposition solide verteidigen, und es war in dem entstandenen Turmendspiel für keine Seite mehr etwas zu holen. Man einigte sich folgerichtig auf Remis. Zwischenstand 3,5 – 1,5 für uns. Was nun kam, war für uns nur noch ernüchternd.

Martin hatte in seiner Partie eine Figur für Angriff geopfert und sein junger Gegner geriet schon früh in Zeitnot. Allerdings gelang es ihm ungeachtet der Bedenkzeit, immer die richtigen Verteidigungszüge zu finden. Nachdem die Stellung konsolidiert war, machte sich der schwarze Materialvorteil mehr und mehr bemerkbar und Thun konnte den Rückstand verkürzen.

Die beiden restlichen Partien verhiessen auch nichts Gutes. Jörg hatte seine Stellung anfangs sauber verteidigt, dem Remis nahe dann aber noch ein paar ungenaue Züge gemacht. Das Endspiel mit gleichfarbigen Läufern war schwierig zu beurteilen. Schwarz drohte, einen Freibauern am Damenflügel zu bilden, dafür war sein h-Bauer sehr schwach. Am Ende einigte man sich hier gütlich und wir hatten die 4 angestrebten Brettpunkte erreicht.

Dabei sollte es aber bleiben. Gleichzeitig mit der Punkteteilung am Nebenbrett gab Mike seine Partie auf. Nach einer misslungenen Eröffnung lief er eigentlich die ganze Partie über einem Materialnachteil hinterher. In folgender Stellung ist guter Rat schon teuer:

Das „Qualitätsopfer“ nach 14. e4 Le6 15. Dxe5 Sd3 16. Dc3 Sf2+ 17. Txf2 Lxf2 schien praktisch noch am besten, aber danach stehen der Lc1 und auch der Ta1 immer noch so schlecht, dass Schwarz den technischen Teil der Vorteilsrealisierung problemlos bewerkstelligen konnte.

Insgesamt ein wichtiger Punkt, aber da wäre wohl mehr drin gewesen…

Mike

SMM 2024, 3. Runde: Porrentruy 1 – SKKB 1                                              4.5 : 3.5

BrettNameEloNameEloResultat
1Ludovic Staub2206Igor Yarmonov (s)23351/2 : 1/2
2Claude Desboeufs1440Hansjürg Känel (w)22590 : 1
3Franck Hassler2153Brian von Moos (s)16851 : 0
4Ivan Retti2114Sandor Kaszas (w)20161/2 : 1/2
5Frédéric Osberger1954Jörg Brauchli (s)18891 : 0
6Cédric Desboeufs1717Martin Hess (w)18761/2 : 1/2
7Youri Cortat1913Michael Weber (s)18601 : 0
8Marco Retti1672Marc Tillmann (w)18270 : 1
SMM 3.Runde vom 27. April 2024

Bereits um 11:30 Uhr machten wir uns auf die lange Reise nach Porrentruy. Michael holte Igor bereits um 11:00 Uhr in Oberhofen bei Thun ab. Um 13:20 kommen wir top motiviert und gut gelaunt in Porrentruy an. Martin, Sandor und Brian treffen etwas später ein. Pünktlich um 14.00 Uhr beginnt der Match. 
Als Erster meldete sich Marc mit einem Sieg. Nach 10. Zügen hatte er glatt 2 Figuren mehr!
                                             
  Diagramm 1                                                         Diagramm 2
Übermotiviert opferte hier Schwarz im 8. Zug eine Figur (Diagramm 1), um zwei Züge später noch eine zweite zu verschenken (Diagramm 2). Nach 12. Ke2 ist die Partie schon gelaufen. Der Rest war nicht mehr schwierig.

Auch Hansjürg hatte keine grösseren Probleme und gewann kurz danach. 2:0 für uns, ein vielversprechender Beginn. Doch an den anderen Brettern sah es nicht sehr rosig aus.

Jörg musste nach langem Kampf die Waffen strecken.

Igor stand immer ausgeglichen, schlussendlich einigte man sich auf remis.

Michael trat ziemlich angeschlagen an (Kopfschmerzen, leichtes Fieber) und verlor in folgender Stellung eine Figur (Diagramm 3):
 
Diagramm 3: 14….Le4?

Zu diesem Zeitpunkt stand es 2.5:2.5. Es war sehr spannend und zum Zuschauen nervenaufreibend!

Martin mit Weiss hatte ein ausgeglichenes Bauernendspiel (Diagramm 4):
           
Diagramm 4                                                           Diagramm 5
Zitat Martin: „Gemäss Engine hatte ich 50 Züge lang eine Remis-Partie. Im 41. Zug begann das Umwandlungswettrennen (Diagramm 5), das dann auch zwangsweise ins Remis führte, da der Mehrbauer wegen Dauerschach beziehungsweise Drohung des Damenverlusts leider nicht nutzbar war.“

Sandor stand in einer komplizierten Stellung leicht besser (Diagramm 6): „Wenn ich 38.Dxb4 mache, stehe ich ein bisschen besser.“
         
Diagramm 6                                                            Diagramm 7: Hier einigte man sich auf remis.

3.5:3.5: Bleibt noch Brian. Mit einer Qualität weniger kämpfte er in folgender
Stellung wie ein Löwe (Diagramm 8)!

Diagramm 8
„Die Stellung nach 45.Qg4 bewertet Stockfisch als ausgeglichen. Ich spielte 45. …. exf3 46. Rf2 Ng3 und stehe nach 47. Qxf3 schlechter. Korrekt wäre 45. ….. Ng3 46. Rc2 h5 47.Qe6 exf3 und die Stellung ist ausgeglichen aber unklar.“

Ich danke nochmals allen für die top Einstellung! So macht es Spass!

Marc

SMM 2024, 2. Runde: SKKB 1 – Court 1                                         4 : 4

BrettNameEloNameEloResultat
1Jörg Brauchli (w)1889Patrice Lerch24150 : 1
2Igor Yarmonov (s)2335Ibaa El-Mais21241 : 0
3Hansjürg Känel (w)2259Gabriel F. Barbosa Dos Santos19891/2 : 1/2
4Brian von Moos (s)1685Gilles Scherrer0 : 1
5Mike Jäger (w)2097Nicolas Fortier18681 : 0
6Sandor Kaszas (s)2016Renaud Gerber19520 : 1
7Marc Tillmann (w)1827Pascal Eschmann18081 : 0
8Michael Weber (s)1860Nicolas Unternährer19221/2 : 1/2
SMM 2. Runde vom 13. April 2024

Gegen Court haben wir bisher noch nie wirklich gut ausgesehen, was wir in der zweiten Runde der SMM ändern wollten.
Der Anfang verlief aber alles andere als vielversprechend. Sandor hatte sich als Nachziehender eine vorteilhafte Position erarbeitet:

Der weisse Bauer auf d4 war nicht zu verteidigen, allerdings funktioniert das sofortige Schlagen, wie es in der Partie folgte, leider nicht. Nach 24. … Txd4 hat Weiss den unerwarteten Zug 25. Txa7! und steht nun selbst überlegen. Mit 24. … a6 wäre der Bauer ein wenig später zu haben gewesen, mit einer viel besseren, wenn nicht gar gewonnenen Stellung für Schwarz.

Hansjürg hatte es mit dem jüngsten Spieler zu tun, welcher aber eine fehlerfreie Partie spielte. Nachdem aus der Eröffnung heraus eine gleiche Stellung entstanden war, verflachte die Position mit der Zeit und es folgte die Punkteteilung.

Die dritte beendete Partie war Jörgs. Rein optisch hatte er eine gesunde Stellung, musste zwar zwei Leichtfiguren gegen Turm und zwei Bauern geben, aber dennoch sah die weisse Position noch spielbar aus. Gegen das dann beginnende aktive Spiel der schwarzen Leichtfiguren fand er aber kein wirksames Rezept und musste schliesslich aufgeben. Damit stand es 0,5 – 2,5 gegen uns.

Mit Schwarz hat sich Igor in seiner Partie am Bauern auf b2 bedient, und seinem Gegner eine aktive Stellung am Königsflügel zugestanden. Die Angriffsversuche konnte er in der Folge souverän parieren und Weiss lief nicht nur dem materiellen Nachteil hinterher, sondern auch die Zeit davon. Mit nur noch unter einer Minute auf der Uhr in einer sehr verwickelten Stellung konnte Weiss nichts mehr erreichen und so ging der Sieg an uns.

Auch Marc hat eine sehr schöne Partie gespielt und eine Figur gewinnen können. Hierzu kam es wie folgt:

„Hier stehe ich schon sehr gut. Schwarz spielte 18. Db5. Das kostet 1 Figur. 19. Sc3 Da5 20. b4 Dxb4 21. Tb1 Sc4 22. Txb4 Sxd2 23. Kxd2“
Den Vorteil schaukelte er dann sicher nach Hause, die Schlussstellung verdient ein eigenes Diagramm.

Damit lautete der Zwischenstand 2,5 – 2,5 bei noch drei laufenden Partien.

Brian hat sich in seinem SMM-Debut in der ersten Mannschaft teuer verkauft. Mit einer Qualität weniger hatte er eine Art Festung errichten können und die Stellung war wohl als gleich einzuschätzen. Als nach der Zeitkontrolle der Remisschluss dann in greifbarer Nähe schien, unterlief ihm unglücklicherweise ein grober Fehler und die Partie war damit sozusagen einzügig verloren.

Michael konnte die Angriffsversuche seines Gegners parieren und am Ende in ein materiell besser stehendes Endspiel abwickeln. Hierbei entschied er sich für die zweitbeste Option, aber auch das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, dafür aber drei Mehrbauern, sollte gewonnen gewesen sein. In Zeitnot fand er aber die entscheidende Gewinnidee nicht und die Partie endete unentschieden.

Die letzte laufende Partie war die von Mike, der zwischenzeitlich ein durchaus gerechtfertigtes Remisangebot seines Gegners abgelehnt hatte. Mit den aktiveren Figuren im Endspiel konnte er hier erst einen Bauern und dann nach über viereinhalb Stunden Spielzeit auch die Partie gewinnen.

In der Position gehen jetzt zwangsläufig der Ba7 und dann auch der Be5 verloren, wonach sich Schwarz den Rest nicht mehr zeigen lassen wollte.

Damit steht am Ende ein hart erkämpftes, aber auch wohlverdientes 4:4. Den Mannschaftspunkt hatten wir im Vorfeld angestrebt, somit kann die 2. Runde als Erfolg verbucht werden, auch wenn nach schlecht scheinendem Start vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre.

Mike Jäger

SMM 2024, 1. Runde: SKKB 1 – Mett Madresch 1                    6.5 : 1.5

BrettNameEloNameEloResultat
1Igor Yarmonov (w)2352Sascha Jovanovic17641 : 0
2Hansjürg Känel (s)2263Alush Blakaj19741 : 0
3Sandor Kaszas (w)2008Vito Frattianni18191 : 0
4Marc Tillmann (s)1831Prosper Meyer19151/2 : 1/2
5Jörg Brauchli (w)1892Charles Perret15990 : 1
6Mike Jäger (s)2080Vittorio D’Arcangelo18801 : 0
7Martin Hess (w)1880Nebojsa Bocevski17971 : 0
8Michael Weber (s)1865Matthias Gallus17731 : 0
SMM 1. Runde vom 9. März 2024

Im ersten Spiel der Saison war die erste Mannschaft von Mett-Madretsch zu Gast. Die Partien gestalteten sich sehr zu unseren Gunsten und am Ende konnten wir einen 6.5 – 1.5 Sieg einfahren.

Aber der Reihe nach. Schon recht früh gelang Hansjürg der erste Sieg. Die Dame seines Gegners verirrte sich zu weit ins schwarze Lager und ging verloren.

Auch Marc stand in seiner Partie sehr gut, übersah aber in folgender Stellung die beste Fortsetzung:

Nach 13. … b6 sollte Schwarz gewinnen, wohingegen der Partiezug 13. … Ld7 Schwarz zwar immer noch die leicht bessere Stellung behalten lässt, die aber wohl sehr schwierig zu gewinnen gewesen wäre. Daher einigte man sich nach ein paar weiteren Zügen auf ein Unentschieden.

An Brett 5 hatte Jörg lange Zeit eine sehr passable Position, schoss dann aber in einer Abwicklung einen gehörigen Bock und musste die Segel streichen. 1.5 – 1.5 lautete der Zwischenstand, doch von nun an sollten alle restlichen Partien an uns gehen.

Martin kam aufgrund einer Verkehrskontrolle ein wenig verspätet, was ihn aber nicht daran hinderte, taktische Verwicklungen zu suchen und eine Figur für sehr aktives Spiel ins Geschäft zu stecken. Gemäss Rechenknecht war das Opfer korrekt, die Varianten allerdings  schwer zu überblicken. Nach zäher Verteidigung griff sein Gegner schliesslich fehl und wir führten wieder.

Igor spielte am ersten Brett eine sehr souveräne Partie und schob seinen Gegner langsam aber sicher zusammen. Mit drei Bauern mehr und aktiverer Stellung liess er nichts mehr anbrennen und brachte die Partie sicher nach Hause.

Kurz darauf konnte auch Mike seine Partie gewinnen. Sein Gegner spielte etwas zu zaghaft, und obwohl Weiss den schwachen Bauern auf d4 auflösen konnte, blieb Schwarz das bessere Spiel. Objektiv war die Partie wohl noch innerhalb der Remisbreite,

aber mit 17. Le3 unterlief dem Anziehenden ein Schnitzer, der nach den Zügen 17. … Tfe8 18. Lxb6 Txe2 19. Ld4 Lxf3 20. gxf3 Td2 die Partie kostete. Damit war uns der Mannschaftssieg sicher, aber auch an den Brettern 3 und 8 standen wir sehr vielversprechend.

Sandor spielte eine sehr schöne Partie und konnte seinen Gegner in eine passive Position drängen, bei der der Turm auf h8 neben dem König auf g8 nur eine Statistenrolle innehatte. Schwarz spielte sozusagen mit einer Figure weniger und konnte den weissen Angriff letztlich nicht mehr abwehren.

Michael hatte am achten Brett früh einen Bauern gewonnen, der als starker Freibauer auf c3

die Stellung dominierte.
Sein Gegner spielte in der abgebildeten Stellung gerade 8. b3, was sich nach 8. … Lxc3 9. Lxc3 b4 nebst c3 als Fehler herausstellte. Die Verwertung gestaltete sich allerdings nicht ganz so einfach, zumal man seinem Gegner keine Schwindelchancen einräumen will. Mit dem Abtausch weiterer Figuren fiel der Materialvorteil immer schwerer ins Gewicht und am Ende konnten wir auch hier den vollen Punkt einstreichen.

Insgesamt ein gelungener Einstand mit einem erfreulich hohen Endstand, der uns nach dem 1. Spieltag sogar die Tabellenspitze beschert hat.

Mike, ML